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Speichermedien

Die verschiedenen Speichermedien

Es gilt natürlich zu bedenken, welches Speichermedium Sie für Ihre Datensicherung verwenden wollen. Für den privaten Gebrauch kommen insbesondere CD-ROMs, DVDs, USB-Sticks oder auch externe Festplatten in Frage. Ob diese auch für die Datensicherung in Ihrem Unternehmen geeignet sind, sollte genau überlegt werden. Denn hier besteht die Gefahr, rasch die Übersicht zu verlieren. Generell problematisch ist zudem, dass all diese Medien noch nicht allzu lange auf dem Markt sind. So ist es schwierig, genaue Prognosen zu deren Lebensdauer zu machen.

Außerdem muss bedacht werden, dass die Daten auch – eventuell erst nachdem einige Zeit verstrichen ist – abgespielt werden können. Voraussetzung dafür ist, dass sie rechtzeitig in aktuelle Formate überführt werden.

Hier die Speichermedien in der Übersicht:

  • CD-ROM: Speicherkapazität: ca. 650-900 MB; Lebensdauer: 10-100 Jahre
  •  DVD: Speicherkapazität: 4,7-17 GB, Lebensdauer: vermutlich bis zu 100 Jahre
  • USB-Stick: Speicherkapazität: bis ca. 64 GB; Lebensdauer: vermutlich bis 10 Jahre
  • Externe Festplatte: Speicherkapazität: mehrere hundert GB, Lebensdauer: maximal ca. 10 Jahre

Diese Datenträger sollten auf jeden Fall getrennt vom PC bzw. der EDV-Anlage, am besten in einem sicheren, separaten Raum aufbewahrt werden.

Netzwerkfestplatten mit Backup-Software

Für das eigene Unternehmen ist es ratsam, zur Datensicherung auf Netzwerkfestplatten zurückzugreifen. Dabei wird der Sicherungsprozess mithilfe einer Software automatisch durchgeführt.

Diese Festplatten werden per WLAN oder Ethernet-Kabel an die Netzwerke der Büroräume angeschlossen, so dass jeder Mitarbeiter seine zu sichernden Daten zentral speichern kann.

Für die Datensicherung wird eine spezielle Software benötigt, über die die Datensynchronisation abläuft. Diese Software muss auf den PCs installiert werden und fertigt zu einem vorher festgesetzten Zeitpunkt Sicherheitskopien an. Geschickt ist dies insbesondere für Laptop-Nutzer: Wenn diese ins Büro zurückkommen, werden ihr Daten im Netzwerk gesichert.

Eine andere Möglichkeit besteht bei vielen Anbietern darin, am Gehäuse der Netzwerkfestplatte manuell eine Datensynchronisation auszulösen: Die veränderten Daten werden dabei im Netzwerk identifiziert und es werden automatisch Sicherheitskopien angelegt.

So funktioniert es in der Praxis

Zur Steuerung der Netzwerkfestplatten dient in den meisten Fällen eine Website. Dabei wird ein Administrator benötigt, der neue Benutzer anlegt. Darüber hinaus vergibt er Zugriffsrecht auf bestimmte Ordner und Laufwerke, um zu gewährleisten, dass bestimmte Abteilungen nur auf ihre eigenen Daten zugreifen können.

Auf den PCs der einzelnen Mitarbeiter erscheint der Netzwerkspeicher wie eine herkömmliche Festplatte.

Für die Installation muss die Netzwerkfestplatte lediglich ans Firmennetzwerk angeschlossen werden. Damit erhält sie eine IP-Adresse, so dass die anderen PCs auf die Festplatte zugreifen können. Wird eine bestimmte Datei gerade von einem Angestellten bearbeitet, so ist diese für andere Benutzer gesperrt.


Online-Zugriff von unterwegs
Wer beruflich viel unterwegs ist, hat auch die Option, seine Daten für den Online-Zugriff freizugeben. Der eingebaute Webserver generiert eine passwortgeschützte Website. Nach der Freischaltung lassen sich von dort gespeicherte Dateien downloaden. Zudem können beispielsweise auch Druckaufträge gelöscht oder Nutzer gesperrt werden.

RAID-Prinzip
Der Vorgang funktioniert nach dem sogenannten RAID-Prinzip ("redundant array of independent disks"). Mit diesem System lassen sich mehrere Festplatten zu einem Laufwerk organisieren. Dies sorgt für mehr Sicherheit, da dieses Laufwerk eine höhere Datensicherheit beim Ausfall einzelner Festplatten und/oder einen größeren Datendurchsatz (Menge an Daten, die durch das Netz übertragen werden kann) erlaubt als eine normale Festplatte.

Nach dem RAID-Prinzip werden – wie der Name schon sagt -  Daten gezielt redundant gespeichert, das heißt, sie liegen in doppelter Menge vor. Werden nun einzelnen Daten gelöscht oder sind nicht mehr auffindbar, so stellt die Dopplung der Daten sicher, dass das gesamte System aufrecht erhalten bleibt.

Kosten der Netzwerkfestplatten

Verschiedene Hersteller bieten Geräte bereits für unter 1.000 Euro an. In der Theorie könnten mehrere hundert Nutzer auf die Netzwerkplatte zugreifen. Tatsächlich wird es aber bei schon bei mehr als 10 Nutzern problematisch, da die Kapazität dieser Geräte stark begrenzt ist und Speicherprozesse sonst sehr langsam ablaufen. Bei größeren Mitarbeiterzahlen empfehlen sich professionelle Speicherserver, die dementsprechend aber mit bis zu 10.000 Euro zu Buche schlagen.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Datenverlust

Durch eine regelmäßige Datensicherung können Sie für den Ernstfall gut vorsorgen. Aber soweit muss es gar nicht kommen. Im Folgenden finden Sie einige Vorsichtsmaßnahmen, durch die Sie das Risiko eines Datenverlusts erheblich einschränken können bzw. Tipps, die zu einer effektiven Datensicherung beitragen.

  • Sie sollten darauf achten, dass Ihr PC während des Betriebs keinen Erschütterungen ausgesetzt wird.
  • Verhindern Sie, dass Ihr Computer elektromagnetischen Strahlen (zum Beispiel durch Lautsprecher oder Elektromotoren) ausgesetzt ist, da diese die Daten zerstören könnten.
  • Datenträger sollten stets an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist auf jeden Fall zu vermeiden!
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Speichermedien sorgfältig beschriftet sind.
  • Überprüfen Sie die Einstellungen Ihres „Papierkorbes“: Er sollte sich nicht automatisch leeren, und der Inhalt sollte vor dem Löschen nochmals durchgesehen werden, damit nicht aus Versehen wichtige Daten verschwinden. Das gilt sowohl für den Papierkorb Ihres Email-Programms als auch für den des Betriebssystems.

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