Die Integration der Bereiche erhält nur selten die notwendige Aufmerksamkeit in ERP-Projekten

Moderne ERP-Anwendungen sind hochintegrierte Systeme. Sie unterscheiden sich in der Integration zu alten Anwendungen dadurch, dass Buchungen direkt in allen Bereichen erledigt werden. Das betrifft vor allem das Rechnungswesen. Dort werden Ausgangsrechnungen aus dem Vertrieb ebenso verarbeitet wie Eingangsrechnungen aus der Rechnungsprüfung, Lagerbuchungen aus der Materialwirtschaft, Verbrauchsbuchungen aus der Fertigung oder Lohn- und Gehaltsdaten aus dem Personalwesen.

Unterschied der Datenintegration im alten und neuen ERP-System

Die bisher genutzten Systeme regeln die Integration über Schnittstellen. In besonderen Dateien werden die Buchungen gesammelt und erst auf Abruf des integrierenden Bereichs verarbeitet. Das kann täglich geschehen (Ein- und Ausgangsrechnungen), andere Bereiche werden nur monatlich integriert (Personal, Materialwirtschaft).

Bedenken gegenüber neuen ERP Systemen: Die Kontrolle über die Dateneingabe kann verloren gehen

Der empfangende Bereich musste bisher aktiv werden, wenn die Integration erfolgen sollte. Dadurch war eine Kontrolle möglich. Die Daten wurden vor der Übernahme geprüft, Fehler (z.B. fehlende Sachkonten in der Finanzbuchhaltung) konnten beseitigt werden.

Das entfällt in modernen ERP-Systemen, wenn dort direkt durch alle Bereiche gebucht wird

In modernen ERP-Systemen wird vor allem die Buchhaltung abhängig von anderen Bereichen. In fast allen Modulen werden Abläufe gestartet, die sofortige Auswirkungen im Rechnungswesen haben. Wie dort verbucht wird, ist dann abhängig von den Eingaben und Parametern, die im Ursprungsbereich eingegeben werden.

Das gefällt kaum einem Buchhalter.

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