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Internationale Leasing-Bilanzierung

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Die leasingbezogenen Regelungen der beiden wichtigsten internationalen Rechnungslegungssysteme IAS/IFRS und US-GAAP sind einander ähnlich, jedoch nicht inhaltsgleich.
Die Zurechnung des Leasingobjekts richtet sich im Grundsatz danach, inwieweit die mit dem Eigentum an dem Objekt verbundenen Chancen und Risiken vom Leasinggeber oder vom Leasingnehmer getragen werden.

Das Leasingobjekt wird bilanziell dem Leasinggeber zugerechnet (sogenanntes Operating-Leasing), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Es darf nicht vereinbart sein, dass am Ende der Laufzeit des Leasingvertrags dem Leasingnehmer das Eigentum an dem Leasingobjekt übertragen wird (Transfer of Ownership). Dem Leasingnehmer darf keine Kaufoption eingeräumt werden, deren Ausübungspreis deutlich unter dem für den Ausübungszeitpunkt zu erwartenden Marktwert des Leasingobjekts liegt, da in diesem Fall von vorneherein die Ausübung der Option als hinreichend sicher angesehen werden kann (Bargain Purchase Option).
Die Laufzeit des Leasingvertrags darf sich nicht auf den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts erstrecken. Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Laufzeitobergrenze von 75 Prozent der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Economic Life). Letztere ist nicht mit der im deutschen Handels- und Steuerrecht maßgeblichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gleichzusetzen, sondern übertrifft diese regelmäßig.
Zu Beginn des Leasingvertrags muss der Barwert der vom Leasingnehmer während der gesamten Laufzeit zu leistenden Mindest-Leasing-Zahlungen (einschließlich eines garantierten Restwerts) den Verkehrswert des Leasingobjekts unterschreiten (Recovery of Investment). Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Barwertobergrenze von 90 Prozent des Verkehrswertes.

Unter IAS/IFRS wird zusätzlich verlangt, dass das Leasingobjekt nicht so beschaffen ist, dass es ohne wesentliche Veränderung nur von dem speziellen Leasingnehmer genutzt werden kann (das heißt es darf kein Spezial-Leasing vorliegen). Darüber hinaus erfolgt nach IAS/IFRS neben der Prüfung der vorstehenden Voraussetzungen zusätzlich eine Beurteilung des Gesamtbilds der Verhältnisse.
Dabei können folgende Merkmale gegen eine Zurechnung des Leasingobjekts beim Leasinggeber (das heißt gegen das Vorliegen eines Operating Lease) sprechen:
Der Leasingnehmer kann das Leasing-Verhältnis auflösen, wobei er die damit verbundenen Verluste des Leasinggebers zu tragen hat. Gewinne oder Verluste aus Schwankungen des Restwerts des Leasingobjekts fallen dem Leasingnehmer zu. Der Leasingnehmer hat die Möglichkeit, das Leasingverhältnis zu einer wesentlich unter der marktüblichen Miete liegenden Anschlussmiete zu verlängern. Werden die vorstehenden Kriterien für einen Operating Lease nicht erfüllt, so erfolgt die Zurechnung des Leasingobjekts beim Leasingnehmer. Derartige Leasinggeschäfte werden unter IAS/IFRS als Finance Lease, unter US-GAAP als Capital Lease bezeichnet.


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Mehr Informationen zum Thema KFZ-Leasing

Wer sich ein privates Auto oder einen Geschäftswagen least, der hat dazu in der Regel unzählige Fragen. Unser KFZ-Leasing-Lexikon bietet alle relevanten Informationen von A bis Z. Klicken Sie sich oben einfach durch die einzelnen Buchstaben.

Darüber hinaus geben wir Ihnen hier ein paar wichtige Antworten zum Thema.

Was bedeutet Leasing?

Der Begriff stammt aus dem Englischen und kommt von „to lease“, was so viel wie „mieten“ oder „pachten“ bedeutet. Doch ein Leasingvertrag unterscheidet sich vom klassischen Mietvertrag . Zum Beispiel überträgt der Leasing-Geber dem Leasing-Nehmer gewisse Aufgaben und Pflichten, die zu erfüllen sind. Dazu gehören unter anderem die Wartung, die Instandsetzung oder die Übernahme von Versicherungen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Leasing-Special.

Was ist KFZ Leasing?

Das Fahrzeugleasing kann man grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Privates KFZ-Leasing
  • Geschäftliches KFZ-Leasing

Beim KFZ-Leasing werden wie bei anderen Leasing-Formen Verpflichtungen an den Nutzer des Leasingfahrzeuges übertragen. Somit unterscheidet sich auch das Fahrzeugleasing von einem typischen Mietwagen-Vertrag.

Beim KFZ-Leasing muss sich beispielsweise der Leasing-Nehmer um die Reparaturen des Autos oder des Lastwagens kümmern, für die Instandhaltung (Reifen-Kauf, Reifenwechsel, Winterschutz, etc.) sorgen und die benötigten KFZ-Versicherungen bezahlen. Mit diesen Pflichten gehen aber auch ein paar Vorteile einher. Mehr dazu weiter unten.

Wie funktioniert KFZ-Leasing?

Der Leasing-Nehmer schließt mit einem Autohändler einen Leasing-Vertrag über ein oder mehrere Fahrzeuge (Firmenflotte) ab. Hierbei wird unter anderem definiert:

Der Vertrag wird je nach Ausgestaltung der einzelnen Punkte verfasst und von beiden Vertragspartnern unterzeichnet. Zudem überpüft der Autohändler die Liquidität des Leasingnehmers. Die Abwicklung der Leasingraten wird in der Regel über die Hausbank oder einer kooperierende Bank abgewickelt. An diese Bank sind die monatlichen Raten zu entrichten.

Wie hoch ist die monatliche Leasingrate?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da sich die Höhe der monatlichen Raten an unterschiedlichen Faktoren orientiert. Das sind zum Beispiel:

  • Modell und Ausstattung des Fahrzeuges und damit einher gehend der Listenpreis des Fahrzeuges
  • Händler-Rabatte und Ähnliches
  • Laufzeit bzw. Dauer des Leasingvertrages
  • Art des Leasingvertrages (Kilometer- oder Restwertvertrag)
  • Sonderzahlungen

Was sind die Vorteile des Autoleasings?

Die Vorteile des KFZ-Leasings sind beispielsweise:

  • Keine einmalige (hohe) Investition, sondern monatliche Ausgaben
  • Bessere finanzielle Planbarkeit und Liquidität durch KFZ-Leasing
  • Nach dem Leasing-Zeitraum kann das Fahrzeug wieder abgegeben werden
  • Die Kosten lassen sich von Steuer (z.B. Umsatzsteuer) abziehen

Was sind die Nachteile des KFZ-Leasings?

Die negativen Punkte des Autoleasings können sein:

  • Man besitzt das Auto oder den Transporter nicht
  • Liquidität für die monatlichen Ausgaben benötigt
  • Man muss bestimmte Vertragsbedingungen (z.B. beim Kilometerleasing) erfüllen.
  • Es sind Vorgaben bei der KFZ-Besteuerung zu beachten (z.B. 1%-Regel)

Haben Sie noch weitere Fragen?

Mehr zum Thema KFZ-Leasing erfahren Sie in den einzelnen Punkten des KFZ-Leasing-Lexikons (siehe oben) sowie in unserem Special Auto-Leasing




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