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Geisterfahrer unterwegs


Der Alptraum jedes Autofahrers

Die Radiomeldung lässt alle sofort aufhorchen, Geisterfahrer stellen ein enormes Risiko für die Verkehrssicherheit dar. Über die Ursachen streiten sich die Geister, über effektive Gegenmaßnahmen auch. Fakt ist: Jährlich sterben im Durchschnitt 20 Menschen im Zusammenhang mit einer Geisterfahrt, selbst die beste Versicherung kann für den menschlichen Verlust nicht aufkommen.


Bildquelle: Thinkstock mikdam

Phänomen Geisterfahrer vermeidbar?

Sie fahren in der falschen Richtung auf Autobahnen oder Bundesstraßen auf und stellen oft über mehrere Kilometer hinweg ihren Irrtum nicht fest: Geisterfahrer gelten nicht ohne Grund als großes Risiko im Straßenverkehr. Mehr als die Hälfte der Fälle passiert nachts und wenn die Sichtverhältnisse stark eingeschränkt sind. Als Ursachen erweisen sich immer wieder unübersichtliche Straßenkreuze, Aus- und Auffahrten, aber auch Rastanlagen. Stellen diese für den ausgeruhten und konzentrierten Fahrer schon eine Herausforderung dar, werden sie vor allem für junge Männer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, aber auch für ältere Herren, die Medikamente eingenommen haben, zur Falle. Rund 3.000 Fälle werden pro Jahr gemeldet, 2.200 davon auf den Autobahnen der Republik (Quelle: ADAC).

Falsch aufgefahren, und nun?

Wenn ein Geisterfahrer seinen Fehler bemerkt, ist es meist zu spät: Auf der Autobahn zu wenden, sollte unter keinen Umständen die Lösung für das Problem sein. Wichtig ist es, sofort das Licht und die Warnblinkanlage anzuschalten, ganz nach außen auf den Standstreifen zu fahren und das Fahrzeug vorsichtig zu verlassen, ohne den Straßenverkehr zu gefährden. Die Polizei wird sofort auf den Anruf reagieren und alles Weitere in die Wege leiten. Auch wenn es zu keinerlei Schaden kommt, haben sich die Geisterfahrer zu verantworten: Ein Bußgeld wird garantiert verhängt. Kommt es zu einem Unfall, wird dem Geisterfahrer auch ein Strafverfahren nicht erspart bleiben, vor allem bei nachgewiesenem Alkohol- oder Drogenkonsum.

Verkehrsmeldungen ernst nehmen

Für die betroffenen Straßenverkehrsteilnehmer, die meist über das Radio von einer Geisterfahrt auf dem entsprechenden Straßenabschnitt informiert werden, heißt es: Vorsichtig, ganz rechts fahren und nicht überholen, bis Entwarnung gegeben wird. Ist es möglich, sollte die Autobahn verlassen werden, bis die Gefahr vorüber ist. Aus versicherungstechnischer Sicht gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, auch keine Probleme: Liegt kein Vorsatz vor, ist ein Geisterfahrer umfassend versichert, wie die AllSecur auf lustige Art und Weise klarstellt. Die Kfz-Haftpflichtversicherung, die für fahrlässig und grob fahrlässig verursachte Schäden aufkommt, prüft natürlich auch die Vorgehensweise des eigenen Versicherten, wird aber für nicht vorsätzlich verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden leisten.

Videoquelle: YouToube Video von allsecur.de zum Thema Geisterfahrer

Vorsätzliche Geisterfahrt - schwierig für die Opfer

Wird allerdings eine solche Geisterfahrt vorsätzlich durchgeführt und verursachten Schäden, kann die Kfz-Haftpflichtversicherung die Leistung verweigern. Geschädigte haben dann die Möglichkeit, die eigene Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen, ohne deswegen im Folgejahr hochgestuft zu werden. Alternativ leistet die Verkehrsopferhilfe (VOH), allerdings sind diese Entschädigungen natürlich nur in einem gewissen Maß möglich. Über den Sinn oder Unsinn einer Vollkaskoversicherung wird nicht selten gestritten, Geisterfahrer sind durchaus ein schlagkräftiges Argument für diesen umfassenden Versicherungsschutz.

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