NEU: Kolumne von Olaf Jacobi, Target Partners - Wie kommen Start-ups an Venture Capital? - Teil I
17.09.08 08:30
NEU: Kolumne von Olaf Jacobi, Target Partners

Wie kommen Start-ups an Venture Capital? - Teil I

Olaf Jacobi ist Venture Partner bei dem Münchener Investor Target Partners. Als Business Angel engagiert er sich vor allem bei jungen Unternehmen im IT- und Internet-Bereich. Zuletzt gründete er im April 2007 die Trupoli AG. In seiner förderland-Kolumne gibt er ab sofort alle vier Wochen Tipps, was Start-ups auf der Suche nach dem passenden Venture Capitalisten beachten müssen.

Olaf Jacobi ist Venture Partner bei dem Münchener Investor Target Partners.
Olaf Jacobi ist Venture Partner bei dem Münchener Investor Target Partners.

Wenn es darum geht, als Gründer oder Jungunternehmer an Venture Capital zu kommen, sollten Sie drei Punkte im Auge behalten:

1. Was muss man bei einer Präsentation leisten?
2. Was gilt es auf jeden Fall bei einer Präsentation zu vermeiden?
3. Wie finden sich VCs und Gründer?

Fangen wir damit an, worauf Sie bei der Präsentation vor potenziellen Kapitalgebern achten sollten.

Achtung bei Präsentationen

Venture Capitalists wollen von Ihnen wissen, wie groß Ihr Unternehmen werden kann. Das unterscheidet VC-Geber von Banken. Banker fragen vor allem: Erhalte ich mein Geld zurück? Venture Capitalisten dagegen interessieren sich für das Potenzial des Unternehmens. Also zeigen Sie es Ihnen. Wenn Sie also eine Idee haben, die spannend ist, die es in dieser Form noch nicht gibt, mit der Sie glauben, ein neues Google, SAP oder Facebook zu gründen – dann sollten Sie sich an ein Venture-Capital-Unternehmen wenden.

Natürlich: Je ausgereifter Ihre Idee ist und je konkreter Sie Unternehmen, Team, Technologie, Produkt, Markt und Wettbewerb darstellen können, desto einfacher gestaltet sich die Diskussion mit potenziellen Investoren. Machen Sie Ihren zukünftigen Partnern klar, warum gerade Ihre Idee neu, anders und vor allem erfolgreich sein wird. Und erklären Sie möglichst genau, wozu Sie das Kapital brauchen. Das Produkt fertig entwickeln? Die Markteinführung? Zeigen Sie im Gespräch Potenzial und Fantasie, aber untermauern Sie Ihre Aussagen immer mit harten Fakten. Ein Businessplan und eine knappe Zusammenfassung, die Sie vorab schicken, helfen Ihnen zwar, den ersten Kontakt aufzubauen, aber Begeisterung, Erfolgswillen und klare Argumente rund um das einzusetzende Kapital sind die Erfolgsfaktoren fürs Gespräch.
 
In der nächsten Kolumne erläutere ich, was die größten Fehler bei der Präsentation von Ideen sind. Die dritte Kolumne beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie Kapital suchende Unternehmen mit den interessanten Ideen die richtigen VCs finden.

Zur Person:
Olaf Jacobi ist Venture Partner bei Target Partners in München und investiert als Business Angel in junge Unternehmen im IT- und Internet-Bereich. Zuletzt gründete er im April 2007 die Trupoli AG, eine Social-Network-Website für Politik und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. 2005 gründete er Collax Inc. (Boston und München), die Linux-Serversysteme für den Mittelstand anbietet und leitete das Unternehmen bis Ende 2006 als CEO. Zuvor war Olaf Jacobi Investor und Vertriebsvorstand der Cobion AG (Sicherheitssoftware), die 2004 erfolgreich an ISS Internet Security Systems Inc. (Atlanta) verkauft wurde.
Von 1999 bis 2002 gehörte er zum Vorstand der ACG AG (NEMAX 50). Von 1994 bis 1999 war Olaf Jacobi in verschiedenen Managementpositionen im IT-Sektor tätig, unter anderem als Senior VP Marketing und Mitglied der Geschäftsführung der Minolta GmbH. 

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