Venture Capital
EU will effizienten europäischen Markt für Risikokapital
Die European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) hat am 2. und 3. März gegenüber der EU deutlich gemacht, dass Venture Capital zu den wesentlichen Instrumenten gehört, um Innovationen junger Unternehmen zu finanzieren und sie für ein modernes Europa 2020 zu nutzen. Als Diskussionsgrundlage hat die EVCA ein White Paper herausgeben.
Am 2. März trafen Vertreter der EU-Kommission mit erfahrenen Risikokapitalgebern zusammen – auf Initiative der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) wurde im informellen Rahmen diskutiert, wie Venture Capital für Europa funktionieren kann und wie der öffentliche und der private Sektor zusammen arbeiten können. Am 3. März hat die Europäische Kommission ihre Prioritäten für Europa 2020 vorgestellt und dabei bekräftigt, dass man einen effizienten europäischen Markt für Risikokapital benötige. Darüber hinaus müsse man überlegen, wie "Anreize für den privaten Sektor geschaffen werden können, in Fonds zu investieren, die Start-up-Firmen und innovative kleine und mittlere Unternehmen finanzieren". Dies ist Teil der größeren Initiative "Innovation Europe" und soll dazu beitragen, den großen Herausforderungen wie Klimawandel, Energieversorgung und demographischem Wandel Lösungen entgegen zu setzen.
Als Erläuterung zum Thema hat die EVCA ein White Paper herausgeben, das die aktuellen Hürden für Venture Capital in Europa aufzeigt, beispielsweise: Definition von KMU, fragmentierte Kapitalmärkte, Kosten- und Zeitfaktor für Patente, Regulierung für Finanzrisiken und fehlender Zugang zu öffentlichen Geldern für Forschung und Entwicklung in KMU. Zudem wird in dem White Paper eine langfristige, strukturell bedingte Finanzierungslücke für europäisches Wagniskapital ausmacht; momentan fehle es insbesondere an Kapital für Later stage-Investitionen in innovative KMU. Ziel des White Papers ist es, eine grundsätzliche kontroverse Debatte anzustoßen, wie mit Kapital aus dem öffentlichen Sektor Anreize geschaffen werden können, damit mehr privates Kapital in Innovationen fließt.
"Wir müssen dringend gemeinsam einen Venture Capital Action Plan entwickeln"
Die Gespräche der Vertreter der Beteiligungsbranche mit der EU endeten mit der Aufforderung der EU-Vertreter, dass die Beteiligungsbranche ihre Ideen aus dem White Paper weiterführen und so den Dialog zwischen Private Equity und der Politik aufrecht erhalten solle. So könnten Politiker weitere und tiefer gehende Informationen über die komplexe Funktionsweise von Venture Capital erhalten.
Für die Beteiligungsbranche sprach Hendrik Brandis, Direktor der Venture Capital-Plattform bei der EVCA: "Die Gespräche waren eine exzellente Gelegenheit zu erklären, wie Politik und Beteiligungsbranche zusammenarbeiten können, um die Zielsetzungen der EU 2020-Strategie zu erreichen. Unser Verband ruft die Kommission nun dazu auf, eine Expertengruppe zu bilden, die die Ideen und Überlegungen aus den Arbeitsgruppen sammelt, koordiniert und eine konsistenteInnovationspolitik der EU vorantreibt. Wir müssen dringend gemeinsam einen Venture Capital Action Plan entwickeln."
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