E-Commerce liegt im Trend - Mit der Mode gründen
14.03.08 16:19

E-Commerce liegt im Trend

Mit der Mode gründen

Der Handel über das Internet boomt. Laut der aktuellen GfK-Studie WebScope haben die Deutschen im vergangenen Jahr 17,2 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen im Internet ausgegeben. Besonders hoch im Kurs standen dabei Reisen und Textilien. Mit einem Plus von zwölf Prozent gegenüber 2006 und einer beinahen Verdreifachung seit 2002 wächst der Vertrieb übers Web beachtlich.

Die Studie macht deutlich: Der Markt hat riesiges Potenzial und vergrößert sich stetig. Es gibt noch viele Nischen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. förderland zeigt, welche Nischen das sind.

"Members only"oder Mode nach Maß?

Ein faszinierndes Beispiel sind geschlossene Shopping-Clubs, bei denen nur eingeladene Mitglieder einkaufen können. Durch direkte Kooperation mit den Markenherstellern wird die Ware - meist Überkapazitäten und Mode aus der letzten Saison - zu günstigen Preisen angeboten. Constantin Bisanz, Gründer von brands4friends, verspricht dem Nutzer "ein spannendes Einkaufserlebnis, bei dem man so richtig tolle Schnäppchen schlagen kann". Das komplette Video-Interview mit Constantin Bisanz finden Sie hier.

Immer beliebter wird die sogenannte "Customized Fashion". Während zu Katalogzeiten eigene Kreationen nur schwer machbar waren, ist dies mit dem Internet kein Problem mehr. Im Trend liegen individuell gestaltete T-Shirts, Schuhe und Schmuck. Das Modell ist vielversprechend und noch nicht ausgereizt. Wer originelle Ideen hat und diese umsetzen kann, hat gute Aussichten auf Erfolg.

Gute Chancen für Jungdesigner

Auch unbekannten Labels bietet das Internet eine große Lobby. Selbstgemachtes und Einzelstücke gibt es zum Beispiel beim Marktplatz dawanda. Hier lohnt sich die Teilnahme vor allem für Jungdesigner, die sich einen eigenen Online-Shop noch nicht leisten können, das Sortiment zu klein ist oder ihnen das nötige Know-how fehlt. Wer eine handwerkliche Neigung hat, bekommt darüber hinaus die Chance, selbst unternehmerisch tätig zu werden. Das Potenzial ist groß, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ähnlich funktioniert a-better-tomorrow. Angeboten wird die Ware junger Trendlabels, die es offline häufig nicht zu kaufen gibt. Dies schließt einen eigenen Shop auf der Firmenhomepage zwar nicht aus, aber wer an verschiedenen Stellen anbietet, erreicht mehr potenzielle Kunden und profitiert so von der Bekanntheit der großen Portale. "Crowdsourcing" lautet das Prinzip der regelmäßigen T-Shirt-Contests: Jeder darf seine Entwürfe einreichen, die besten Designs werden prämiert und ins Angebot aufgenommen.

Online-Shop für Anfänger

Bei Tradoria kann jeder Hersteller, unabhängig vom Warensortiment, seinen eigenen E-Shop einrichten. Dieser kann als Ergänzung zum stationären Laden dienen oder als Einstieg in den Handel. Interessant ist der Service vor allem für Kleinhändler.

Fazit

Bei den Preisen können die kleinen Hersteller selten mit den Großen ihrer Zunft mithalten. Dafür entdeckt man das neue Shirt nicht an jeder Straßenecke und auch die Qualität ist oft besser als bei der Massenfabrikation.

Der Vorteil eines Online-Shops als Gründungsbasis: Kosten für Miete und Einrichtung der Ladenräume entfallen. Läuft das Geschäft, kann immer noch umdisponiert werden. Der Handel übers Internet ist eine gute Möglichkeit zu testen, wie das Angebot ankommt.

© 2009 förderland
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