So gelangen Sie an die 15 Milliarden EU-Fördermittel
Für die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen ist auf EU-Ebene die Europäische Investitionsbank (EIB) zuständig. Wie am Wochenende bekannt wurde, kann sie bis 2011 über 15 Milliarden Euro an zusätzlichen Mitteln verfügen. Dadurch hat sich die Größe des Portfolios auf 30 Milliarden Euro verdoppelt.
Die EIB besteht seit genau 50 Jahren und finanziert im öffentlichen und privaten Sektor Projekte von europäischem Interesse. Neben Umweltschutzmaßnahmen oder Forschung, Entwicklung und Innovation fällt darunter auch die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen. Hier ist die Konkurrenz groß. Im europäischen Raum soll es zurzeit rund 20 Millionen solcher Firmen geben.
Zurzeit gibt es vier Haupt-Angebote der EIB an Gründer und Start-up-Unternehmer: Neben Kreditlinien und Portfoliogarantien unterstützt die EIB die Unternehmen auch mit Venture Capital. Für kleinste bis mittlere Unternehmen wurde JEREMIE (Joint European Resources for Micro to Medium Enterprises eingerichtet. Die Mittel hierfür stammen aus dem EU-Strukturfonds.
Die Vorgehensweise beim Kreditantrag ist ähnlich der bei der KfW. Unternehmer richten sich nicht direkt an die EIB, sondern an ein Finanzinstitut vor Ort (Liste mit den Partnerbanken). Gefördert werden laut EIB "Investitionen in neue Produktions- oder Dienstleistungsaktivitäten", die einen zusätzlichen Nutzen bewirken. "Auch Betriebsaufwendungen für Forschung und Entwicklung" kommen für eine Finanzierung infrage. Der Zeitraum für die Darlehen beträgt zwischen drei und zwölf Jahren, an eine kurzfristige Unterstützung ist also nicht gedacht.
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