Interview mit Soner Aras, SABiDU - "Unsere Internationalisierungs-Strategie ist nicht nur richtig, sondern eine Wettbewerbsnotwendigkeit“
10.12.08 14:20

Interview mit Soner Aras, SABiDU

"Unsere Internationalisierungs-Strategie ist nicht nur richtig, sondern eine Wettbewerbsnotwendigkeit“

Zur Person: Vor etwa anderthalb Jahren hat Soner Aras sich als Unternehmensberater selbstständig gemacht. Fast zeitgleich kontaktierte ihn ein ehemaliger Klassenkamerad, der gerade ein neues Unternehmen mit gegründet hatte und mit seinem Produkt in die Türkei wollte. Das Produkt überzeugte Soner Aras und so hat er nicht nur den Markteintritt in der Türkei vorbereitet, sondern gleich noch den Aufbau des Marketings von SABiDU übernommen.

Soner Aras von SABiDU.
Soner Aras von SABiDU.

förderland: SABiDU bietet laut Ihrer Website "innovative Dienste und Lösungen für mobile Endgeräte". Was kann man sich darunter vorstellen?

Soner Aras:
SABiDU ist ein Plattform-Anbieter für innovative mobile Dienste. Das heißt: Über unsere Plattform bieten wir Unternehmen einen exklusiven und neuartigen Kanal, um mit ihren Zielgruppen direkt in Kontakt zu treten. Die Nachrichten oder SAMs, was für SABiDU Messages steht, sind vielfältig gestaltbar und enthalten erheblich mehr Informationen als eine schlichte SMS oder MMS. Außerdem wird jede Nachricht klar strukturiert, sodass der Empfänger auf einen Blick alle wichtigen Daten der Nachricht erkennt. Damit bieten wir eine perfekte Ergänzung zu den bisherigen Kanälen an, über die sich Unternehmen an ihre Zielgruppe gewendet haben.

Die Grundidee von SAM ist dabei ganz einfach und klingt zunächst wenig spektakulär: Dem SABiDU-Nutzer stehen auf allen seinen mobilen Geräten genau die Informationen zur Verfügung, die er wünscht. Was sich allerdings dahinter verbirgt, ist gewaltig. Auf einen Schlag verschwindet die Informationsüberflutung. Und damit steigt natürlich die Aufnahmebereitschaft für die gewünschten Informationen.

förderland: Bieten Sie Ihre Produkte ausschließlich in Deutschland an oder machen Sie darüber hinaus Vertrieb auf internationalen Märkten?

Aras:
Wir möchten die SABiDU-Plattform in möglichst vielen Ländern anbieten. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Internationalisierungs-Strategie nicht nur richtig, sondern für uns eine Wettbewerbsnotwendigkeit ist. Deshalb führen wir bereits Gespräche mit mehreren potenziellen Partnern in verschiedenen Märkten. Unser Markteintritt in der Türkei steht kurz bevor.

förderland: Sie waren im Oktober 2008 auf der CeBIT Eurasia präsent. Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht und warum haben Sie Ihr Unternehmen überhaupt auf dieser Messe präsentiert?

Aras: 
Bei der CeBIT Eurasia handelt es sich um die größte IKT-Messe im Eurasischen Raum. Letztes Jahr hatten wir uns bereits die CeBIT Eurasia als Besucher angeschaut, um Erkenntnisse über das Potenzial, die Hindernisse und kritische Faktoren in diesem Markt zu gewinnen. Wir haben schnell das enorme Potenzial erkannt und beschlossen, uns als Aussteller auf der nächsten CeBIT Eurasia zu präsentieren. Dabei sind wir auf eine überraschend große Resonanz gestoßen und konnten bereits einige wichtige Abschlüsse tätigen.

förderland: Konnten Sie Unterschiede zu Messen in Deutschland – beispielsweise zur hiesigen CeBit – ausmachen?

Aras:
Einen richtigen Vergleich können wir nicht ziehen, da wir bisher bei der CeBIT in Deutschland noch nicht Aussteller waren. Im Februar 2008 haben wir allerdings an der Mobile World Congress - früher 3GSM - in Barcelona teilgenommen, die wir für eine Teilnahme geeigneter halten. Den Unterschied zwischen einer reinen Fachbesucher-Messe und einer Messe für die interessierte Öffentlichkeit haben wir natürlich schon festgestellt, denn bei letzterer sind die Besucher und Aussteller schon wesentlich heterogener.

förderland: Welche Tipps können Sie Gründern mit auf den Weg geben? Worauf ist beim Erschließen internationaler Märkte zu achten?

Aras: Ich weiß nicht, ob wir da schon Tipps geben können. Sprach- und Kulturkenntnisse sind natürlich von enormer Bedeutung, ebenso wie eine Vertrauensperson vor Ort. Hier kann es auch für Gründer sehr sinnvoll sein, einen Markteintrittsberater mit Bezug zum jeweiligen Zielland hinzuzuziehen, wenn man dort niemanden persönlich kennt. Ein Partnerunternehmen vor Ort scheint uns eine ebenso unschätzbare Hilfe zu sein.

Unerschütterliches Vertrauen in das eigene Produkt und keine Angst davor, den eigenen Weg zu gehen sind Dinge, die man für internationale Märkte genauso braucht wie für den Heimatmarkt. Für einen Start im Ausland braucht man sie sicher noch mehr. Bei Themen wie rechtlichen Rahmenbedingungen sollte man besser gleich von Anfang auf Profis vor Ort zurückgreifen.
 
förderland: Wie sehen die Zukunftspläne von SABiDU aus? Welche Meilensteine gilt es mittelfristig zu erreichen?

Aras: Wir starten mit unserem kostenfreien Mobile Backup Dienst, den wir auch Unternehmen als White-Label Lösung in ihrem Corporate Design anbieten. Damit ermöglichen wir Unternehmen auf eine ganz einfache Weise und mit einem kostengünstigen Mehrwertangebot für ihre Kunden in das Web-2.0-Zeitalter einzusteigen oder sich – bei bereits vorhandener Mobile Community – mit einem pfiffigen Dienst gegenüber ihren Mitbewerbern dauerhaft und positiv bei ihren Kunden zu platzieren.

Als nächstes folgt gegen Ende des ersten Quartals 2009 die Markteinführung unserer Messaging-Lösung SAM, die derzeit getestet wird und in Kürze als Pilot startet. Und inzwischen gibt es auch schon erste Initiativen von weiteren Gründern, die die SABiDU-Plattform für eigene Ideen und Dienste nutzen möchten. Uns steht also ein sehr spannendes Jahr 2009 bevor.

förderland: Vielen Dank für das Interview.

© 2009 förderland
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