förderland vor Ort - Das Team ist alles
27.05.08 09:17

förderland vor Ort

Das Team ist alles

Schon vor dem Start der Hauptkonferenz der webinale 08 lag Gründergeist in der Luft der Kongresshallen in Karlsruhe. Gestern lud der webinale-Veranstalter "create or die" Gründer, Kapitalgeber und Gründungswillige zum "startup-day" ein.

Die webinale findet vom 26. -28. Mai in den Kongresshallen in Karlsruhe statt.

In interessanten Workshops und Vorträgen konnten Besucher hier wichtiges Know-how von Experten sammeln. Kapitalgeber, erfahrene Unternehmer, Förderer und Rechtsexperten erzählten aus ihrer Praxis und von ihren Erfahrungen.

Den Anfang machte Christoph Janz vom Online-Portal pageflakes.com. Er sprach darüber, wie man mit seinem Portal Umsätze generieren kann und worauf es dabei ankommt. Dabei stellte er erst einmal die Unterschiede zwischen viralem Marketing und Mund-zu-Mund-Propaganda klar. Beim viralen Marketing müssen die Nutzer Freunde einladen, um ein bestimmtes Produkt nutzen zu können. Bei der Mund-zu-Mund-Propaganda können sie ein Produkt weiterempfehlen, haben aber keinen Nachteil, wenn sie es nicht tun. Als gelungene Beispiele für virales Marketing zählte er Dienste wie StudiVZ oder Skype auf. Die Kunst einer erfolgreichen Monetarisierung eines Web-Start-ups liegt laut Janz darin, den Einkaufspreis des Datenvolumens (Traffic), also den Aufwand zur Traffic-Gewinnung möglichst gering zu halten, ihn aber dafür umso teurer weiter zu verkaufen. Christoph Janz rät allen Online-Gründern mit einer guten Geschäftsidee jetzt zu gründen. Denn gerade jetzt gäbe es die einmalige Gelegenheit, sein Produkt in kurzer Zeit über das Internet weltweit bekanntmachen zu können.

Auch bei Siggi Kögl und Clemens von Bergmann verrieten wichige Details zu Finanzierungsfragen. Kögl engagiert sich beim Investorenkreis BrainsToVentures und von Bergmann ist Prokurist beim High-Tech Gründerfonds. Für beide ist der größte Erfolgsfaktor bei einer Gründung das Team. "Denn der Investor investiert in Personen", so Kögl. Von Bergmann ergänzte: "Alles, was gut läuft, ist team-gemacht und alles, was schlecht läuft, ist team-gemacht." Diese Aussagen sollten sich Gründer zu Herzen nehmen und gut abwägen, wer im Team welche Aufgaben hat und ob alle wichtigen Bereiche bei der Gründung vom bestehenden Team abgedeckt werden können. Diese Erfahrungen konnten auch Max Wittrock von MyMuesli und Felix Haas von amiando machen.

Thomas Bachem braucht sich um diese Probleme nicht zu kümmern. Er hat als Mitgründer des Videoportals sevenload schon ganz neue Herausforderungen zu bewältigen. sevenload beschäftigt mittlerweile 50 Mitarbeiter und Bachem berichtete davon, wie man solch ein schnelles Wachstum bewältigen kann, ohne dass das Betriebsklima leidet und die Motivation der Mitarbeiter nachlässt. Den anwesenden Gründern gab er den Tipp, unbedingt eine angenehme Unternehmenskultur herzustellen, denn nur so könne man neue Ideen aus den Mitarbeitern herauskitzeln.

Das Team spielte auch beim Vortrag von Tobias Ulmann und Christian Schüller eine entscheidende Rolle. Die beiden arbeiten für die Gründerinitiative UnternehmerTUM und stellten die Idee des social prototyping vor,  bei der Gründer ihre Ideen zum Beispiel aus Legosteinen modellieren können. Am Beispiel der sogenannten play.tools, die die Initiative den Gründern zur Verfügung stellt, zeigten sie, wie sehr Modelle zum Anfassen die Kommunikation der Gründerteams erleichtern können.

© 2008 förderland

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