Gründertagebuch von ONchestra.com - "Genau so haben wir vor 20 Jahren auch angefangen!"
01.12.09 08:55

Gründertagebuch von ONchestra.com

"Genau so haben wir vor 20 Jahren auch angefangen!"

Schon länger haben wir nichts gehört vom ONchestra-Team, aber das hatte gute Gründe: Ein neues Büro stand ins Haus. Doch jetzt heißt es in Sachen Bürosuche "mission completed" – und man kann sich wieder voll und ganz der Produktentwicklung widmen, von der im aktuellen Tagebucheintrag berichtet wird.

Jörg Pescheck und Michael Krause von ONchestra.com
Jörg Pescheck und Michael Krause von ONchestra.com

Long time no see

Ich muss zugeben, ich musste gerade erstmal auf foerderland.de schauen, wann wir denn unseren letzten Beitrag überhaupt veröffentlicht haben. Und – Schande, Schande – da steht er, der 6. Oktober.

In letzter Zeit ist verdammt viel passiert und, auch wenn man es eigentlich nicht zugeben will, fällt die Pressearbeit als erstes hinten über. Mails beantworten, Büro suchen, Konzepte verfeinern, Texte verfassen. All das erscheint auf einmal am allerwichtigsten. Doch jetzt erstmal genug mit der Entschuldigungsrunde

Bürosuche: mission completed

Oh ja! Es ist vollbracht und hat auch mehr als lange genug gedauert. Ca. sechs Wochen haben wir gebraucht, um den gemeinsamen Nenner von verkehrsgünstiger Lage, kostentechnischer Realisierbarkeit und passender Atmosphäre zu finden. Nun haben wir uns als Untermieter im Büro einer Softwareschmiede eingenistet und gleich mal mit unseren selbstgebastelten Tischen für Aufmerksamkeit gesorgt: "Möbel haben Sie?" – "Ähm, ja, wir haben uns eine Holzplatte und zwei Malerböcke zusammengeschraubt..." – "Ach, das hört sich gut an. Genau so haben wir vor 20 Jahren auch angefangen!" So bzw. so ähnlich lautete der erste Dialog mit unserem neuen Vermieter.

In den vergangenen Wochen haben wir gemerkt, wie wichtig das "Zusammenhocken" gerade am Anfang eines Projektes ist. Home office hat sicher einen Haufen Vorteile. Allerdings sind uns hauptsächlich die Nachteile aufgefallen.

Produktentwicklung: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Unser erstes Produkt, TurnPike, sollte ursprünglich eine Kommunikationszentrale für Kunden, Lieferanten und alle ansonsten an einem Projekt Beteiligten werden. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass es unserem Pilotkunden eigentlich noch lieber wäre, wenn die Daten aus TurnPike direkt in sein ERP-System (Microsoft Dynamics NAV) gespeist und von dort aus auch weiterverarbeitet werden könnten.

Ergebnis ist nun also ein Modul, das aus Dynamics eine Art hybride Software macht. Dadurch können die Daten aus dem Dynamics-System über unseren HUB ins Netz gestreamt und genauso auch von dort aus ins System zurückgeführt werden. Kunden können also online Produktverfügbarkeit, Artikelbeschreibungen und Bestellstatus einsehen bzw. Aufträge direkt eingeben.

Ist zwar überhaupt nicht das, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten. Aber wählerisch können wir später werden. Jetzt geht’s erstmal darum, das zu bieten, was der Markt verlangt (BWL I, 1. Vorlesung – OLÉ!).

Ausblick: Wir sind schon wieder schwanger

Als nächstes gilt es nun, TurnPike stabil zu bekommen und so zu modularisieren, dass es von Systemhäusern weiterlizenziert werden kann. Allerdings liegt ein Großteil dieses Parts beim integrierenden Dynamics-Partner. Und das dauert.....und dauert.....und dauert. Also haben wir uns gedacht: [ironie] "Hey, wir haben doch eh nicht viel zu tun, lass doch mal die nächste App erdenken!" [/ironie]

Da sich dieses Konzept während seiner Realisierungsphasse aber noch geschätzte 40 Mal ändern wird, will ich an dieser Stelle gar nicht viel erzählen. Bisher ist es als Backup-Versionierungstool für Designer, Designagenturen und alle anderen, denen verschiedene Versionen von Dateien wichtig sind, geplant.

Fazit

Ranklotzen!

© 2009 förderland
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