Andere Länder - Andere Start-ups: Von Gründern für Gründer
Heute in Start-ups international ein Gründer-Special. Drei Projekte, die sich vorgenommen haben, Start-ups die ersten Stufen auf den wirtschaftlichen Olymp zu erleichtern: Ein vielversprechendes Unternehmen aus den USA, das für personellen Aufwind sorgen soll. Ein nicht ganz so gut durchdachtes Projekt, ebenfalls aus den Staaten setzt auf Mildtätigkeit und ein letztes Start-up aus Finnland schlägt dem Fass den Boden aus und revolutioniert den Markt für Wagniskapital. Absolut lesenswert!
Happy Back-End
TechCofounder.com - Am Anfang steht die Idee. Und oft bleibt es leider dabei, denn viele Beinahe-Gründer bekommen kein Land mehr zu sehen, wenn es darum geht, einen geeigneten Mitstreiter - eben einen Cofounder - mit ins Boot zu holen. Vor allem an der Technikfront kämpfen viele Gründer vergeblich, denn Entwickler gibt es zwar, doch Entwickler mit Ambitionen ein Unternehmen zu gründen, muss man oft mit dem Elektronenmikroskop suchen. Zumindest in unseren Breiten. In den Staaten schaut so etwas ganz anders aus - hier hocken die jungen Absolventen der technologischen Hochschulen in den Startlöchern, drauf und dran das nächste große Ding im Online-Geschäft anzuzetteln. Was liegt da näher, als ein Netzwerk zu schaffen, das Ideen und Personal miteinander verknüpft? Die Antwort gibt dieses US-Start-up, das eine Plattform für Webentwickler jeglicher Couleur ins Leben gerufen hat.
Potential: Ja, die Idee ist gut, doch noch nicht fertig gekocht. Denn hier in den Jagdgründen dieses Social-Networks findet man erstens nur Coder, wo doch auch herzlichst Projektmanager, Geschäftsführer, Designer, Informations-Architekten, Vertriebler oder Marketing-Menschen für Gründungen gesucht werden. Aber nun gut, hier wird eher nach dem Prinzip verfahren: Schuster bleib bei Deinen Leisten! Zum Zweiten ist hier noch sehr wenig getan worden, um Projekte vorstellen zu können, um Gründer weiter anzuleiten oder um Interessenten besser zu verknüpfen. Finanziert wird der Dienst offensichtlich mit Werbeschaltungen per Google-Adsense. Schade - hier könnte man doch durchaus mit der ein oder anderen Affiliate-Idee zusätzliches Einkommen erzeugen. Aber immerhin - der Dienst zeigt eine Geschäfts-Lücke auf, die hierzulande weit offen klafft.
Haste mal ne Mark?
preneuraholics.com - Wie man unschwer an dem etwas geflickgeschusterten Firmennamen erkennen kann, handelt es sich auch hier um einen Webdienst, der sich dem Unternehmertum verschrieben hat. Doch hinter dem sperrigen Titel verbirgt sich eine kleine, nette Idee, die es kleinen Unternehmen gestatten soll, Finanzmittel jenseits von Holtzbrinck, Samwer und Co. zu akquirieren. Bei preneuraholics stellt sich das Unternehmen, ähnlich wie bei kiva.org seiner Sponsorenschaft dezidiert vor. Das Projekt wird beschrieben, das Team vorgestellt und die Perspektiven erläutert. Ist der Sponsor nun von dem Projekt überzeugt, so stiftet er dem Projekt eine kleine Summe. Zumeist bekommt er dafür eine Erwähnung in einer Sponsorenliste und einen Link.
Potential: Schade, schade, schade! Warum nur soll man einem Unternehmen Geld schenken, wenn man nahezu nichts dafür zurückbekommt? Sollte man nicht viel eher das Geld irgendeiner wohltätigen Stiftung geben, als einem auf eigenen Profit ausgerichteten Unternehmen? Und warum bekommt man keine Anteile für sein Geld? Warum nicht ein Smava (oder wie oben erwähnt kiva) für Start-ups? Warum bekommt man hier keine Perspektive geboten, mehr aus seinem Geld zu machen? Oder warum bekommt man nicht mehr für sein Geld geboten, wie Gutscheine, Freikarten oder Rabatte auf die Leistungen der jeweiligen Firmen?- Leider zu viele Fragen, um den Weg des Erfolgs zu gehen. Deshalb widmen wir uns doch gleich dem nächsten Start-up, was die Idee des SocialVenture um einiges durchdachter und attraktiver durchzieht.
Weg da, Venture-Dinosaurier!
growvc.com - Dass die Wirtschaftskrise der letzten beiden Jahre eine tiefe Schneise in den Risiko-Kapitalmarkt geschlagen hat, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Das Schönreden hat jedenfalls immer ganz gut geklappt: "In der Krise eine Chance sehen" war allzu oft eine Floskel, um die Stimmung nicht einknicken zu lassen. Dass man so eine leere Worthülse auch mit Inhalt befüllen kann - und das ordentlich - das beweist uns dieses finnische Start-up. Denn wenn Herr von Holtzbrinck, Herr Plattner und Herr DuMont den Pfennig zweimal in der Tasche umdrehen, da sind neue Arten der Finanzierung gefragt. Die Finanzierung durch viele, das so genannte Crowdfunding. Das growvc-Konzept ist nicht ganz einfach, aber unglaublich gut: Zunächst einmal ist der Service für dreierlei Interessengruppen gedacht: Start-ups, Investoren und Experten. Jede der drei Gruppen muss einen monatlichen Beitrag bezahlen, der sich für die ersten beiden Gruppen danach ausgerichtet, wieviel Geld man akquirieren, bzw. wieviel Geld man anlegen möchte. Alle Einnahmen, die durch Mitgliedbeiträge generiert werden, werden zu drei Vierteln in den growvc-Fonds eingespeist, ein Viertel bekommen die Betreiber. Der growvc-Fonds ist ein Gemeinschaftsfonds, der nach dem Urteil der Community verwaltet wird. Erlöse kommen zu drei Vierteln den Top-Mitgliedern ausgezahlt, ein Viertel wiederum den Betreibern. Ist man nun angemeldet, kann das muntere Venture-Capital-Monopoly-Spiel losgehen: Investoren suchen, investieren, beraten, Geld verdienen.
Potential: Das hat weiß Gott gefehlt. Ein intelligentes Konzept sorgt für eine lebendige und große Community. Eine Community, die vielversprechende Start-ups den Wind in die Segel legt, den sie brauchen. Projekte, die über growvc abgewickelt werden, können mit einem immensen Buzz rechnen, denn die Zahl der Investoren ist um einiges höher als bei einer konventionellen Beteiligung. Es würde leider den Rahmen sprengen noch detaillierter auf die Vorzüge einzugehen, die dieses Modell hat, deshalb sei jedem Interessierten einfach empfohlen, sich gratis anzumelden. So kann man schon einmal überblicken, wie die Community funktioniert. Will man investieren oder sein Start-up subventionieren lassen, wählt man einfach eine andere Mitgliederoption und zahlt den fälligen Beitrag. Bleibt noch zu sagen, dass das Konzept international ist. Jeder kann mitmachen. Vielleicht sieht so ja auch der Aktienmarkt der Zukunft aus: Zocken auf kleinem Parkett für jedermann.
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Kommentare zu Andere Länder - Andere Start-ups: Von Gr ...
Warum in die Ferne schweifen?
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Das Angebot:
Als weltweit erster Anbieter überhaupt, bietet investiere.ch ab sofort auch den weniger vermögenden Privatanlegern Zugang zu direkten Startup Investitionen. Über investiere.ch können Anleger auch kleinere Summen in vielversprechende Startup Unternehmen investieren und sich durch den Dschungel des Investitionsprozesses begleiten lassen.
Mehr als eine Plattform:
Die Online-Plattform verschafft einem sehr schnell ein Bild der Investitions-möglichkeiten mit allen wichtigen Business Plan Aspekten, macht aber insbesondere auch die Menschen dahinter greifbar.
Das Angebot von investiere.ch geht aber über die Plattform hinaus. Unser Team führt das eine sorgfältige Due Diligence für die Auswahl der Unternehmen durch und organisiert im Verlauf des klar strukturierten Investitionsprozesses auch Investorentreffen, um den direkten Kontakt zum Unternehmer herzustellen.
Ausblick:
Zu Beginn wurden drei grundsolide und spannende Schweizer Jungunternehmen mit im Trend liegenden aber bereits marktreifen Zukunftstechnologien ausgewählt. Der Schweizer Fokus soll rasch auf KMU aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ausgedehnt werden. Zukünftig soll das Angebot aber vor allem auch breiter sein und Investitionsmöglichkeiten umfassen, die vom Restaurant an der Ecke bis zum universitären High-Tech Startup reichen, von „sehr solide“ bis „high-growth“.
Wer also in ein Startup investieren möchte, sich grundsätzlich für innovative Geschäftsideen interessiert, investiere.ch mitgestalten möchte oder neue Investoren für seine Firma sucht, hier der Link:
http:/www.investiere.ch
Ein Viertel für die Betreiber?
Ich kann das Lob für GrowVC nicht nachvollziehen.
Die Idee mag ja gut sein, aber eine Umsetzung über laufend anfallende Mitgliedsgebühren? Und davon ein Viertel (!) für die Beteiber der Plattform? Das kann nur für Investoren interessant sein, die das als Hobby und nicht als Geldanlage sehen.
Redakteur
Hallo Herr Lehmann!
Meiner Meinung nach ist dieser growVC-Gemeinschaftsfonds eher eine Art Spielerei, um die Community am Laufen zu halten und das Projekt an sich zu finanzieren. Das tatsächliche Venture-Geschäft läuft ohne irgendwelche Gebühren ab und growVC dient als Basis. Das Konzept ist noch sehr jung und braucht bestimmt noch einige Zeit, um sich richtig einzupendeln. Aber der Ansatz ist äußerst spektakulär.
Viele Grüße, C.Herrmann, förderland
Crowdfunding für Startups
Die deutsche Antwort auf growVC steht schon in den Startlöchern. Bei Seedmatch.de wird man sich ab Sommer an spannenden Gründer-Stories und Hightech-Startups beteiligen können. Für den Buzz ist gesorgt: Die Beteiligungen werden ab 1.000 Euro möglich sein. Damit wird es erstmals echte Mini-Angels-Investments geben.
Eigentümer
Ich bin der Schöpfer des http://preneuraholics.com überprüft hier.
Ich möchte klar machen, dass dies nicht eine Wohltätigkeit ist, und es ist nicht eine Firma, die Darlehen ausgibt. Es ist ein Ort, wo Leute erbitten können, dass Geld einen Kleinbetrieb anfängt. Dieses Geld kommt von anderen Eigentümern von Kleinbetrieben, dem neuen Geschäftsinhaber zu helfen.
In Amerika ist es sehr schwierig, Darlehen für neuen Kleinbetrieb zu erhalten. Diese Idee ist etwas neu. Es benutzt Spenden. Es ist verleiht nicht so die Spenden sind sehr klein und es gibt keine Rückkehr des gespendeten Gelds. Es ist einfach, dem neuen Geschäft zu helfen.
Es ist sehr neu. Nur 6 Wochen online. So gibt es nicht viele Spenden. Aber es gibt viel Aufregung. Dies ist etwas, dass wir hier brauchen, als es sehr schwierig ist, Finanzierung für einen neuen Kleinbetrieb zu erhalten.
I do not speak or write German. I hope this translation is accurate.
Klingt wie Mikrokredit
Das Konzept des schwer zu merkenden preneuraholics-Portals klingt für mich ein wenig wie die Mikrokredit-Konzepte, die Kleinstunternehmer meist in der dritten Welt unterstützen. Hier werden Einzelpersonen kleine Kredite z.B. für die Anschaffung einer Nähmaschine und das notwendige Material gewährt. Damit kann sich die einzelne Person oder Familie selbständig machen und in kleinem Maße produzieren. Im Laufe der Zeit wird der Mikrokredit durch die Arbeitstätigkeit wieder abbezahlt.
Vielleicht wurde der Schöpfer des Dienstes durch solche Maßnahmen inspiriert?
Mikrokredit und preneuraholics
Gewiss wurde der Macher von preneuraholics nicht nur nicht nur von Mikrokrediten "inspiriert", sonder hat sich gedacht: Hey - wie wär es statt nem Mikrokredit einfach eine Mikroschenkung anzubieten?
Würdet ihr einem anderen Start-up Geld schenken? -Wol in den seltensten Fällen. Es sei denn man bekommt eine Gegenleistung - und das nennt man dann wiederum kaufen.