Wie kommen Start-ups an Venture Capital? – Teil III
Vielen Kapital suchenden Jungunternehmen mit Erfolg versprechenden Ideen fällt es nicht leicht, einen passenden Venture-Capital-Partner zu finden. Dabei sind maßgeschneiderte Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle für den späteren Markterfolg elementar wichtig und oft eine nennenswerte Alternative zu einem herkömmlichen Kredit der Bank. Doch wie finden sich Gründer und Venture-Capital-Geber?

Der Businessplan als ein erster wichtiger Schritt
Ein in sich schlüssiger Businessplan ist die Grundlage für die Kontaktaufnahme mit einem Venture-Capital-Geber. Welche Anforderungen dabei an den Verfasser seitens der Kapitalgeber gestellt werden, erklärte Olaf Jacobi in den beiden vorangegangenen Kolumnen "Wie kommen Start-ups an Venture Capital? - Teil I" und Teil II.
Der richtige Ansprechpartner
Wichtig für den ersten persönlichen Kontakt zwischen Venture-Capital-Geber und Jungunternehmer sind fachspezifische Veranstaltungen wie etwa der European Venture Summit. Dort können sich die Kapital suchenden Start-ups mit ihren Ideen einem breiten Kreis von Investoren präsentieren und mit potenziellen Kapitalgebern ins Gespräch kommen.
Der persönliche Kontakt
Bei Target Partners nehmen wir jeden zugesendeten Business Plan sehr ernst. Aus langjähriger Erfahrung zeigt sich jedoch, dass viele kleine, aber sehr wichtige Details einer Geschäftsidee erst durch ein intensives Gespräch vor Ort deutlich werden. Daher meine Empfehlung an Sie: Besuchen Sie Messen und Fachveranstaltungen zum Thema Venture Capital wie den European Venture Summit. Recherchieren Sie im Vorfeld, mit wem und worüber Sie reden wollen. Vielleicht verabreden Sie vor der Veranstaltung bereits den einen oder anderen Gesprächstermin.
Eine Alternative zu Messen bieten Netzwerkveranstaltungen wie Elevator Pitches, zum Beispiel die Venture Lounge. Sie erhöhen mit Ihrem Besuch die Chancen, auf einen für Sie passenden Finanzpartner mit maßgeschneiderten Lösungen zu stoßen.
Workshops helfen bei der Auswahl der Kapitalgeber
Arbeitskreise auf Veranstaltungen können Start-ups ebenfalls helfen, den richtigen Geldgeber zu finden. Ein konkretes Beispiel: Als junger Unternehmer bzw. junges Unternehmer-Team baut man sein Start-up in der ersten Phase meist durch Eigenmittel auf. Irgendwann kommt es dann zur externen Finanzierungsrunde und man steht vor der Frage, von wem man "fresh money" einsammeln sollte. Aber welcher Investor ist der Richtige für das jeweilige Start-up? Sind Business Angels, Seed-Investoren oder klassische Venture-Capital-Investoren die richtige Wahl? Details dazu lesen Sie im nächsten Beitrag.
Zur Person:
Olaf Jacobi ist Venture Partner bei Target Partners in München und investiert als Business Angel in junge Unternehmen im IT- und Internet-Bereich. Zuletzt gründete er im April 2007 die Trupoli AG, eine Social-Network-Website für Politik und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. 2005 gründete er Collax Inc. (Boston und München), die Linux-Serversysteme für den Mittelstand anbietet und leitete das Unternehmen bis Ende 2006 als CEO. Zuvor war Olaf Jacobi Investor und Vertriebsvorstand der Cobion AG (Sicherheitssoftware), die 2004 erfolgreich an ISS Internet Security Systems Inc. (Atlanta) verkauft wurde.
Von 1999 bis 2002 gehörte er zum Vorstand der ACG AG (NEMAX 50). Von 1994 bis 1999 war Olaf Jacobi in verschiedenen Managementpositionen im IT-Sektor tätig, unter anderem als Senior VP Marketing und Mitglied der Geschäftsführung der Minolta GmbH.
Mehr zum Thema:
Wie kommen Start-ups an Venture Capital? - Teil II
Wie kommen Start-ups an Venture Capital? - Teil I
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