Zehn Jahre Exist - Zu wenig Gründergeist an deutschen Unis
01.10.08 10:30
Zehn Jahre Exist

Zu wenig Gründergeist an deutschen Unis

An deutschen Universitäten werden jede Menge innovative Geschäftsideen entwickelt. Doch viele davon werden nie umgesetzt, was meist an der mangelhaften Gründerausbildung an den Hochschulen liegt. So lautet ein Fazit des Bundeswirtschaftsministeriums anlässlich des zehnjährigen Bestehens seines Förderprogramms "Existenzgründungen aus der Wissenschaft" (Exist).

Anlässlich des Jubiläums findet bis heute noch der Kongress "Studieren – Forschen – Gründen" in Berlin statt. In seiner Eröffnungsrede legte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte gleich den Finger in die Wunde: "Für eine hohe Innovationsdynamik unserer Volkswirtschaft brauchen wir noch mehr technologieorientierte Unternehmensgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Vermittlung unternehmerischen Denkens und Handels muss bundesweit integraler Bestandteil der Hochschulausbildung werden. Die Hochschulen sind aufgefordert, gleichermaßen die Gründerausbildung auszuweiten wie auch aus der Forschung heraus mehr innovative Geschäftsideen zu entwickeln und zu realisieren."

Die von Schauerte genannten Zahlen sind ernüchternd. So sei die Zahl der Ausgründungen aus Hochschulen rückläufig. Beim letzten Gründerwettbewerb des Wirtschaftsministeriums bewarben sich gerade einmal 1.300 Studenten. Immerhin gibt es von den Exist-geförderten Gründern Positives zu berichten: "Zwei von drei geförderten angehenden Gründerinnen und Gründern haben auf der Grundlage der während der Förderung erstellten Businesspläne ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt und ein innovatives Unternehmen gegründet. 50 Prozent von ihnen hätten ohne Exist gar nicht, weitere 40 erst später gegründet", erklärte Schauerte. Im kommenden Jahr will die Bundesregierung rund 31 Millionen Euro an Fördermitteln für Geschäftsideen aus dem Hightech-Segment zur Verfügung stellen.

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