Interview mit Peter Faisst, Schutzgeld.de
"Wir reden über ein nettes sechsstelliges Sümmchen"
förderland im Gespräch mit Peter Faisst, Gründer von Schutzgeld.de, über die Mafia-Story, aufkommende Langeweile bei vielen Onlineshops und den Reiz des Impuls-/Live-Shoppings.
förderland: Herr Faisst, wer sind Sie, was können Sie, was machen Sie?
Peter Faisst: Bei schutzgeld.de bin ich (natürlich) der Pate. Und ansonsten Chef von Marketing Factory Consulting GmbH, eine Internetagentur in Düsseldorf. Als studierter Psychologe kann ich ansonsten nicht sehr viel.
förderland: Wie ist Ihre Geschäftsidee entstanden und wer sind die Menschen hinter Schutzgeld.de?
Faisst: Der Erfinder des Impuls-/Live-Shoppings ist natürlich das amerikanische Woot.com. Die machen das seit nunmehr drei Jahren höchst erfolgreich.
Wir haben uns gefragt, ob sich so etwas nicht auch im deutschen Markt gut machen würde, insbesondere angesichts aufkommender Langeweile bei vielen Onlineshops hierzulande. Aber wir wollten der Sache zusätzlich noch eine Story geben, die den User mitnimmt. Durch die Domain Schutzgeld.de, die wir seit vielen Jahren hatten, ergab sich dann unsere "Mafia-Story".
Hinter Schutzgeld steht natürlich der Pate persönlich, der alle Fäden fest in der Hand hält und sich vor allem um die Finanzen kümmert, dann gibt es da den Luigi, der sich um die Versandabwicklung der Produkte kümmert, ErosiAglio der sich mit seinen fundierten Deutschkenntnissen um alles Textliche rund um Schutzgeld.de kümmert und natürlich DieMelanie, die mit ihren täglichen Blogeinträgen das jeweils aktuelle Produkt thematisiert und jeden beschimpft, der sie blöd anguckt! Dies, um nur mal ein paar der Akteure zu benennen. Das sind jedenfalls auch alles "echte" Menschen, die hier jeden Tag an der Site arbeiten. Und an der Story haben wir selber den meisten Spaß.
förderland: Wie würden Sie Ihre Zielgruppe definieren?
Faisst: Spontan, tolerant, aufgeschlossen, experimentierfreudig, mutig und dem Paten untergeben. Hin und wieder geraten ein paar deutsche Oberlehrer dazwischen, die wir dann einnorden müssen. Naja, und viele ganz normale Leute sind zum Glück auch dabei!
förderland: Wer ist für die Produktauswahl auf Schutzgeld.de verantwortlich? Können die Gangmitglieder auch ein Wörtchen mitreden oder woher wissen Sie, was Kunden wünschen?
Faisst: Die Produkte wählen der Pate und der Eros aus. Danach werden wir vom Rest des Teams fertig gemacht für unsere idiotische Auswahl. Und dann ergibt sich eben, was wirklich in den Verkauf geht. Der Eros schreibt dann meist den Text, und DieMelanie macht den Blog-Eintrag. Die User können sich natürlich auch Produkte wünschen, dafür gibt es eine Funktion auf der Site. Und wir fragen bei neuen Sortimenten auch gerne mal vorher per Newsletter ab, ob das interessant ist oder nicht.
förderland: Woher bekommen Sie die angebotene Ware? Haben sie ein Hinterzimmer dafür frei geräumt oder geht die Bestellung direkt an den jeweiligen Händler, der den Versand übernimmt?
Faisst: Wir haben verschiedene Lieferanten in ganz Deutschland, die uns entsprechende Produkte zu guten Preisen anbieten. Allerdings sind nicht immer alle Produkte geeignet, weshalb wir auch selbst ständig auf der Suche nach guten und ausgefallenen Produkten sind. Wichtig für unser Konzept ist, dass wir die Ware auf eigene Rechnung - und eigenes Risiko - einkaufen, also nicht nur etwa Aufträge vermitteln. Ebenso versenden wir fast alles selbst und von unseren Büros aus - in der unnachahmlichen Schutzgeld.de-Verpackung!
förderland: Haben Sie die Startphase Ihres Unternehmens aus eigener Kraft gestemmt oder hatten Sie finanziellen Beistand? In welchen Dimensionen bewegen wir uns denn?
Faisst: Wir haben das aus eigenen Mitteln gestemmt bis hierher und wir reden dabei über ein nettes sechsstelliges Sümmchen, das der Pate auf den Tisch des Schutzgeld-Büros gelegt hat.
förderland: Wie viel Zeit ist von der ersten Idee bis zum tatsächlichen Launch Ihres Portals vergangen. Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie und Ihre Mitstreiter zu kämpfen?
Faisst: Das ging eigentlich alles sehr schnell. Von der Idee bis zum tatsächlichen Launch der Internetseite sind keine zwei Monate vergangen. Dadurch konnten wir garantieren, dass wir der erste Internetshop Deutschlands sind, der nur ein Produkt pro Tag anbietet. Probleme haben wir eigentlich keine. Der Start lief reibungslos - sicher auch, weil wir die gesamte Technologie hier inhouse hatten und nichts extern zukaufen mussten. Auch die Akzeptanz beim User war spontan da - das Konzept hat sofort gegriffen.
anzeige
-
Berater-Netzwerk
Jetzt Mitglied werden im förderland Berater-Netzwerk.
mehr...
-
Private Krankenversicherung
Sparen Sie 2.400 EUR pro Jahr bei besserer Leistung.
mehr...
-
Sie suchen einen Steuerberater?
Jetzt kostenlos und unverbindlich.
mehr...
Beratungsförderung vom Staat
Facebook Fanpage
RSS Feed abonnieren
- Nachrichten Gründer, Start-ups, Investoren Feed abonnieren
- Aktuelle Veranstaltungen Feed abonnieren
- Aktuelle Fachbeiträge Feed abonnieren
Themen im förderland-Forum
Kolumnen & Serien
marktplatz
-
Vorlagen
Über 5000 professionelle Vorlagen
-
Franchise-Ideen
Franchise-Systeme im Vergleich.
-
Hochschulen in Deutschland
Adressen und Informationen
-
Gründungsberater in Ihrer Nähe
Finden Sie den besten Gründungsberater
-
förderland-Buchshop
Buchempfehlungen, Rezensionen
-
Kreditversicherung
Alles zum Thema Kreditversicherung.










Kommentare zu "Wir reden über ein nettes sechsstellige ...
sehr sympathisch!
Ein wirklich nettes Interview und endlich mal ein Web-Projekt, bei dem es wieder in erster Linie ums Geld verdienen und nicht um den Aufbau einer Community:). Bin schon auf Privates-Preisverbrechen.de gespannt! Weiter so!
Meine Meinung
Mit der Mafia-Geschichte setzt sich die Site von den vielen gleichartigen Angeboten ab. Es macht einfach Spaß, auf dem Portal zu surfen...