Start-up-Launch
Sponsorpay etabliert neues Bezahlsystem - Trend in Sicht?
Das Berliner Start-up Sponsorpay geht heute mit einem Service an den Start, der es Online-Spielern ermöglicht, virtuelle Güter von Sponsorenseite zu beziehen. Wie das genau funktioniert, wie Sponsorpay aufgestellt ist und welche Möglichkeiten sich für das Web-Business ergeben, das erfahren Sie hier im Artikel.
Das Konzept von Sponsorpay ist gar nicht so kompliziert, kennt man sich ein wenig mit Online-Games aus. Denn viele dieser Spiele verkaufen virtuelle Güter, wie Schwerter, Rüstungen oder Zauberstäbe, mit denen die Monster dieser Fantasy-Welten einfacher besiegt werden können. Dafür muss allerdings mit realem Geld bezahlt werden. Geld, was viele Spieler nicht bereit sind, zu zahlen.
Hier kommt nun Sponsorpay ins Spiel: Das Unternehmen vermittelt Sponsoren, die die virtuellen Güter bezahlen, wenn man sich auf bestimmte Dinge einlässt: Hier finden sich Probe-Abos, Software-Installationen, Fragebogen, Produkttests - kurz alles was das below-the-line Werbeinstrumentarium hergibt. Hat der Spieler diese Real-Life-Aufgaben erledigt, erhält er eine Art Sponsor-Pay-/Spiele-Währung, von der dann der lang ersehnte Flitzebogen seines Lieblingsspiels gekauft werden kann.
Das einzige Problem hierbei ist, dass man natürlich Spieleanbieter mit ins Boot holen muss, da die ja diese virtuellen Güter überhaupt erst verkaufen. Doch auch hier hat Sponsorpay schon gute Vorarbeit geleistet und bekannte Anbieter wie frogster mit ins Boot geholt.
Betrachten wir nun, warum Sponsorpay so interessant für die Online-Welt ist: Virtuelle Güter, gibt es im Grunde überall im Netz: Nachrichten, Premiumzugänge, Nutzungsrechte, Webspace, Filme, Spiele, Downloads, Dokumente, e-Zines - all das kann im Grunde auch gesponsort werden. Und wird es auch, wenn Firmen wie Sponsorpay diesen Schritt wagen.
Doch auch der Games-Sektor könnte sich radikal ändern, betrachtet man die Möglichkeiten des Sponsorings. So könnten nicht nur virtuelle Güter, wie jetzt bei Sponsorpay, erstanden werden, sondern beispielsweise auch 1 Monat Gratis-Zugang zu World of Warcraft oder Ähnlichem. Auch könnten sich die Spielehersteller auf Dauer unabhängig von Unternehmen wie Sponsorpay machen und eigene Wege des Sponsorings anbieten. Das Ende der Fahnenstange wäre vermutlich eine Art Web-Währung, die unabhängig von der übernommenen Aufgabe oder des angebotetenen Spiels funktioniert. Doch das steht noch in den Sternen. Hier sollten sich andere Gründer ein Beispiel an Sponsorpay nehmen: Obwohl die Möglichkeiten riesig sind, realisiert man erst einmal das, was man auch stemmen kann.
Noch kurz zu Sponsorpay selbst: Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit 25 Mitarbeiter, ist in Berlin zu Hause und wurde finanziert vom Team Europe. Die Gründer sind Jan Beckers und Janis Zech. Das Sponsorpay-Angebot wird derzeit in 9 Sprachen angeboten und binnen Kurzem in 14 Ländern.
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