Trend
Werbemarkt: Nur Online wächst
Die Betreiber von Web-Angeboten können sich freuen. Die Ausgaben für Online-Werbung sollen auch in den nächsten Jahren steigen. Das besagen zwei jüngst veröffentlichte Studien von ZenithOptimedia und Nielsen.
Laut ZenithOptimedia beträgt das Gesamtvolumen der Werbeaufwendungen in diesem Jahr weltweit rund 453 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rückgang von 33 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben fürs Internet haben sich dagegen um rund vier Milliarden auf 54 Milliarden Dollar erhöht. Und das Wachstum soll sich fortsetzen. Für 2010 prognostizieren die Marktforscher knapp 60 Milliarden, für 2011 sagen sie über 69 Milliarden Dollar voraus. Damit würde sich der Anteil am Werbekuchen von heute 12,1 Prozent auf 14,6 Prozent erhöhen.
Die diesjährige Steigerung führen die Macher der Studie auf die gute Messbarkeit und den hohen Innovationsgrad der Werbeformate im Web zurück. Die Weltwirtschaftskrise geht jedoch auch am Online-Segment nicht spurlos vorbei. So rechnet man in diesem Jahr nur noch mit einem Wachstum von 8,6 Prozent. 2008 waren es noch satte 20,9 Prozent gewesen.
Zu der gleichen Schlussfolgerung kommt eine Studie von Nielsen Media Research. Das Unternehmen hat die Werbeausgaben in Deutschland für das erste Quartal 2009 untersucht. "Die Entwicklung des Onlinemarktes ist sehr stabil und immer noch deutlich stärker als die Entwicklung der anderen Medien. Das Wachstum hat sich allerdings gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt, so dass auch das Internet vermehrt um die Gunst der Werbungtreibenden kämpfen muss", erklärt Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt.
Im ersten Quartal dieses Jahres sind laut Nielsen 350 Millionen Euro brutto in den Online-Werbemarkt geflossen. Das bedeutet ein Plus von 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die größten Werbeinvestitionen tätigten die Bereiche Online-Dienstleistungen (58 Millionen Euro), Unternehms-Werbung (35 Millionen) und E-Commerce (22 Millionen). Die aktivsten Werbetreibenden waren laut Nielsen im ersten Quartal Esprit mit 24 Millionen Euro, T-Home Deutschland mit zehn Millionen Euro und Friendscout24 mit neun Millionen Euro. Interessant: Esprit war im Vorjahreszeitraum mit so gut wie keinem Online-Werbeetat am Start und hat in diesem Jahr seine Aktivitäten massiv erhöht.
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