Kolumne von Werner Arndt, MBPW - Team - nomen est omen
17.03.10 11:30
Kolumne von Werner Arndt, MBPW

Team - nomen est omen

Aussagekräftig soll er sein und gut zu merken. Und ob diese Kriterien erfüllt werden, hängt auch noch von demjenigen ab, der den Team- bzw. Unternehmensnamen hört oder liest. Der Name ist sicher nicht so wichtig wie der Inhalt, also der Businessplan und das Unternehmen, aber meistens ist es doch der erste Eindruck, den ein Juror bei einem Wettbewerb oder ein Investor bei einer Bewerbung um Kapital davon bekommt. Und der erste Eindruck zählt ja bekanntlich durchaus …

Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.
Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.

Codename: nichtssagend

Die meisten unserer Teilnehmer machen sich gründlich Gedanken, mit welchem Namen sie antreten wollen. Allerdings gibt es immer wieder Teams, die z. B. einfach einen Personennamen wählen. Einige gehen es auch ganz direkt, aber trotzdem umständlich an: "Produkt xy für xy". Das ist bei einem Wettbewerb noch in Ordnung, aber es macht im zugehörigen Netzwerk schnell den Eindruck, als sei das Team nicht hundertprozentig bei der Sache, sprich an einer ernsthaften Gründung interessiert, oder zumindest noch sehr weit entfernt davon. Außerdem, wenn sich das Projekt positiv entwickelt, sollte man es auch wiedererkennen können. Das gleiche gilt für den Sprung vom Businessplan-Wettbewerb in den Markt. Im Idealfall bleibt der Teamname mit der Ergänzung "GmbH" oder vergleichbarem im Netzwerk präsent!

Mit An- und Bedeutung

Bei den Technologie-Teams liegt es nahe, einen Namen zu wählen, in dem die grundlegende Technologie angedeutet wird. Das klingt schon nach High-Tech für das breite Publikum und ist für Branchenkenner, unter denen die Kunden, Investoren, und Partner ja in der Regel gesucht werden, informativ und gut zu merken. Allerdings liegt diese Strategie natürlich so nahe, dass es viele Teams mit ähnlich klingenden Namen gibt. Im Life Science-Bereich gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Teams und Unternehmen, die "Nano" im Namen mit sich führen. Bestenfalls sind die Unternehmen so verschieden, dass sie sich nicht ins Gehege kommen, denn wer will schon ständig verwechselt werden und dabei womöglich noch auf die Konkurrenz verweisen? Ebenfalls eine beliebte Strategie ist es, sich auf bekannte Marken oder Produkte zu beziehen, vor allem "i" teams, "my" und "24" Angebote und "Mc" Konzepte treten immer wieder an. Das kann vorteilhaft sein, riecht aber auch nach "me too" Strategie. Zu beachten ist hier natürlich auch die rechtliche Problematik.

Aber egal welche Assoziationen der Name weckt, er sollte nicht nur aussagekräftig und gut zu merken sein, sondern auch einzigartig – bevor man sich festlegt, ist eine gründliche Marktrecherche nötig, was gibt es überhaupt schon und auch die Überlegung, was könnte in der nächsten Zeit nachkommen?

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Kommentare zu Team - nomen est omen

Herr

Hallo Herr Arndt,

interessanter Beitrag. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwierig die Namensfindung ist. Auch viele befreundete Gründer stehen vor diesem Problem. Ich kann dahingehend immer ein umfangreiches Brainstormin empfehlen und die Ideen auch mal ein paar Tage im Raum stehen zu lassen. Wir sind so auch auf Werbeboten gekommen, ein Name der aussagt worum es bei uns geht, aber trotzdem noch einen coolen Klang hat und neugierig macht.

VG

Diese Nachricht wurde von Sandro Günther am 17.03.10 (12:33:02) kommentiert.
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