Kolumne von Werner Arndt, MBPW - Beste Aussichten
28.04.10 08:30
Kolumne von Werner Arndt, MBPW

Beste Aussichten

Frische Ideen und neue Technologien sind das Lebenselixier für Institutionen wie den Münchener Business Plan Wettbewerb. Sieht man sich allerdings die Vorstellung der Nominierten und Sieger an, kommen einem immer wieder bekannte Schlagwörter bei der Beschreibung von Märkten, Kunden und Funktionen unter. Aber bevor jemand zu gähnen anfängt: eine gewisse Einstimmigkeit ist schließlich der beste Hinweis, welche Konzepte in den Augen der Jury-Experten nicht nur für individuelle Teams funktionieren!

Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.
Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.

Dem Kunden das Beste

Die Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability) sind ja schon länger im Munde aller Marketing-Verantwortlichen. Von den Gründerteams werden sie mit ganz unterschiedlichen Angeboten angegangen. Dabei wird vor allem den Ansprüchen der meist Gutverdienenden nach Bequemlichkeit und Individualität gefolgt. Dadurch lässt sich die Zielgruppe sogar vergrößern. Wenn z. B. Alternativen zum eigenen Auto komfortabler und einfacher werden, kann das so manchem Fast-Lohas den letzten Anstoß geben. Daran glauben auch die Juroren. Individuelle Wünsche wollen die Gründer aber auch jenen Kunden erfüllen, denen es "nur" um ihre eigene Gesundheit bzw. Freizeit-Spaß geht. Konzepte, die mit technologischer Hilfe sportliche Erfolge messen und individuelle Optimierungsvorschläge machen – und somit die Motivation und Wirkung steigern – tauchen ebenfalls regelmäßig unter den am besten bewerteten Businessplänen auf.

Medien und Kommunikation: Mix it, Kunde!

Noch nie gab es so viele unterschiedliche Medienarten und Kommunikationstechnologien wie heute. Da liegt der Gedanke nahe, sich nicht entscheiden zu müssen, sondern das Beste aus allem herauszuholen und zu kombinieren. Vor allem das Internet ist in den Augen von Gründern – und Juroren – eine gute Grundlage für die Kommunikation, die jetzt verstärkt mit auditiven und mobilen Möglichkeiten attraktiver gemacht werden soll. Das gilt für den privaten Bereich ebenso wie für Business-Anwendungen. Bei Dauerbrenner Apps sehen die Juroren allerdings eher die Funktionen für Geschäftsleute vorne.

High-Tech: zu Ihren Diensten!

Ebenfalls immer wieder aufgetaucht ist das Thema Außenwerbung, für die unsere Gründer allerdings erst mal verbesserte technologische Grundlagen schaffen wollen, um Inhalte größer und flexibler als bisher üblich darstellen zu können. Hoch im Kurs steht auch weiterhin alles, was den Umwelttechnologien zugerechnet werden kann, von Energiesparmöglichkeiten bis zur Energieerzeugung. Ein interessanter Trend zeigt sich auch in den Life Sciences, Maschinenbau und Elektronik: Während früher meistens Produkte entwickelt und einmalig verkauft werden sollten, setzen heute viele Gründer auf technologische Dienstleistungen oder ein Misch-Angebot aus Produkten und langfristigem Service.

Alles in allem sehe ich eine Entwicklung, die erfahrene Juroren ganz besonders freut, da sie hier oft als Schwachpunkt von Geschäftskonzepten bemängeln mussten: der Kunde rückt immer mehr in den Mittelpunkt!

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