Endlich – die Visualisierung zum Geschäftsmodell ist da
In seiner letzten Kolumne hat Oliver Bücken, Mitgründer der buecher.de AG und Dozent der Münchner UnternehmerTUM GmbH, auf den Missstand hingewiesen, dass in Businessplänen Geschäftsmodelle meist nur verbal dargestellt, aber nicht visualisiert werden. Im heutigen Teil stellt er eine Lösung für dieses Problem vor: Das business model "canvas" von Dr. Alexander Osterwalder.
Anfang Mai 2008 habe ich hier eine Kolumne zum Thema "Visualisierung von Geschäftsmodellen" geschrieben. Drei Kommentatoren haben richtigerweise bemängelt, daß ich keine eigentliche Visualisierung gebracht habe und auf keine Beispiele hingewiesen habe. Und Sie hatten recht. Und ich habe gesucht. Und ich habe etwas gefunden.
Ich habe damals kritisiert, dass in Businessplänen die Geschäftsmodelle meist nur verbal dargestellt werden und nicht visualisiert werden. Auch in der Literatur werden die Grundmuster von Geschäftsmodellen immer nur beschrieben und sehr, sehr selten visualisiert. Eine Ausnahme ist der Artikel von Clayton Christensen und Henning Kagermann im Harvard Business Review 12/2008 "Reinventing your Business Model". Sonst findet man meist Beispiele und Beschreibungen von bekannten Geschäftsmodellen (z. B. DELL oder Amazon), die dann verallgemeinert werden. Razor-and-blade, pay-per-use sind Beispiele von Prinzipien, die auf unterschiedlichste Geschäfte angewandt werden.
Nur diese Beispiele und Prinzipien zur Erläuterung des eigenen Geschäftsmodells heranzuziehen ist nicht ausreichend. Denn das Geschäftsmodell strahlt auf zu viele Bereiche des Unternehmens aus, als dass es sich mit einigen Worten beschreiben ließe.
Nun habe ich zum ersten Mal mit Dr. Alexander Osterwalder jemanden kennengelernt, der über Geschäftsmodelle promoviert hat und sich seitdem damit auseinander gesetzt hat, das Thema verständlicher darzustellen. Er schlägt ein "Bild" vor (er nennt es "canvas"), mit dem man erstaunlich leicht Geschäftsmodelle beschreiben, visualisieren, bewerten und abändern kann. Ich hab es selbst letzte Woche ausprobiert und bin begeistert. Das Buch erscheint im August und ist ein Hingucker! Design-thinking pur.
Das Businessmodel "canvas" von Osterwalder besteht aus neun Teilen, die alle für sich nicht neu sind, aber eben erstmalig von ihm passend zueinander in ein Bild gepackt werden und für jedes Geschäft beantwortet werden müssen. Auf Youtube finden Sie einen kurzen Trailer über den "business model canvas".
Faszinierend ist nun, wie er das Buchprojekt angegangen ist: Kein Verleger; früher Kontakt zu potentiellen Kunden; Einbindung der Kunden in das Projekt; Bekanntmachung des Projekts über Workshops und Professionals. Ganz große Klasse!
Über den Autor
Oliver Bücken - Mitgründer der buecher.de AG - ist Dozent der UnternehmerTUM GmbH, dem "Zentrum für Innovation und Gründung"
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Kommentare zu Endlich – die Visualisierung zum Geschäf ...
Herrr
Hallo Herr Bücken,
danke für den exzellenten Buchhinweis. Das Buch habe ich soeben bestellt!
Klaus Haase
KABOA GmbH
Ui, ich liebe grafische Geschäftsmodelle.
Das schaut echt gut aus. Nachdem ich die Videos zu dem Buch gesehen habe, war ich davon überzeugt, dass es mit Sicherheit eine schöne Lektüre ist und man es an einige Kollegen prima verleihen kann.
Wenn ich auch sonst nicht viele Bücher in gedruckter Form kaufe, so ist das bei diesem Exemplar anders. Bestellt.
Vielen lieben Dank. Gerne weitere Tipps für die Visualisierung von Geschäftsmodellen und Ideen.
Lieben Gruß aus dem Norden,
Cedric
Exellenter Hinweis zur Visualisierung von Geschäftsmodellen
Hallo Herr Brücken,
danke für diesen exzellenten Hinweis. Habe das Buch sofort bestellt. Damit wird es wesentlich einfacher, mit Klienten über die Weiterentwicklung ihres Business-Modells zu sprechen. Denn es ist ja nicht nur ein Thema bei Gründung, sondern in jeder Lebensphase des Unternehmens.
Ihre Faszination über das Buchprojekt teile ich. Ob Herr Dr. Osterwalder die Prinzipien seines Buches auf dieses Projekt angewandt hat? Im Zweifel ja. Das macht das Buch noch interessanter.
Exzellenter Hinweis? Das muss das Buch erst noch beweisen
Beruflich bin ich doch sehr an diesen Themen interessiert und habe mich also gleich an den Fachhandel gewendet, damit ich dieses exzelltente Buch auch gleich bestellen kann - nur, da wird es halt nicht geführt. Ich hatte *dummdumm* den Hinweis übersehen, dass Hr. Dr. Osterfelder das Buch ohne Verleger produziert hat und deshalb entfallen die allgemeinen Vertriebskanäle via Buchhandel. Also, wem muss ich denn Bescheid sagen, wenn ich dieses supertolle Buch gerne haben möchte, könnte mich jemand schlauer machen?
Mit den allerbesten Grüßen
Sandra Moser
P.S.: Auch ein Buch ohne Verleger müsste zumindest eine ISBN-Nr. bekommen. Die scheint es hier aber nicht zu geben ...
Exzellenter Hinweis? Das muss das Buch erst noch beweisen
Beruflich bin ich doch sehr an diesen Themen interessiert und habe mich also gleich an den Fachhandel gewendet, damit ich dieses exzelltente Buch auch gleich bestellen kann - nur, da wird es halt nicht geführt. Ich hatte *dummdumm* den Hinweis übersehen, dass Hr. Dr. Osterfelder das Buch ohne Verleger produziert hat und deshalb entfallen die allgemeinen Vertriebskanäle via Buchhandel. Also, wem muss ich denn Bescheid sagen, wenn ich dieses supertolle Buch gerne haben möchte, könnte mich jemand schlauer machen?
Mit den allerbesten Grüßen
Sandra Moser
P.S.: Auch ein Buch ohne Verleger müsste zumindest eine ISBN-Nr. bekommen. Die scheint es hier aber nicht zu geben ...