KfW-Gründungsmonitor - Immer weniger innovative Geschäftsideen
27.06.08 15:30
KfW-Gründungsmonitor

Immer weniger innovative Geschäftsideen

Die Qualität der 2007 realisierten Gründungsprojekte war besser als in den Vorjahren. Zu diesem Schluss kommt der gerade veröffentlichte Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Immer mehr neue Unternehmen stellen bereits zu Beginn neue Mitarbeiter ein. Die KfW maß hier 1,9 Vollerwerbs-Beschäftigte pro neu gegründetem Unternehmen. Außerdem hätten laut Studie nur noch 48 Prozent der Vollerwerbsgründer angegeben, aus der Not heraus mit einem Unternehmen gestartet zu sein. Das ist ein Rückgang um satte sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dass Gründungen in Deutschland immer nachhaltiger werden, zeigt auch ein Blick auf den Finanzbedarf der Unternehmen. Während 2006 noch etwa die Hälfte der Gründer ohne finanzielle Mittel startete, lag der Anteil im Jahr 2007 deutlich unter 40 Prozent.

Laut KfW ist im Erhebungszeitraum auch die Zahl der innovativen Gründungen zurückgegangen - von 127.000 im Jahr 2006 auf 106.000. Um diese Entwicklung zu ändern, gilt es laut KfW-Chefvolkswirt Dr. Norbert Irsch, "gezielt auf die Verbesserung des Gründungsklimas durch bildungspolitische Maßnahmen einzuwirken". Irsch macht auch deutlich, welche Fähigkeiten Gründerinnen und Gründer heutzutage mitbringen sollten: "Es konnte im diesjährigen Bericht gezeigt werden, dass neben höheren formalen Faktoren wie zum Beispiel dem Bildungsabschluss und dem Erwerbsstatus vor Gründung 'weiche' Persönlichkeitseigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Kreativität, Veränderungsbereitschaft und Überzeugungskraft einen positiven Einfluss auf die Gründungsentscheidung besitzen. Diese nicht nur in Hinblick auf Gründungen positiven Eigenschaften könnten auch in Schulen stärker gefördert werden."

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