- Geschäftsideen im Wettbewerb
25.10.06 14:30

Geschäftsideen im Wettbewerb

Münchner iHaiku Medien GmbH gewinnt mit Download-Portal für Kinder den VentureLounge-Award „Software, Mobile Business & TK“.

Düsseldorf/Hamburg, 25. Oktober 2006 – Die Comicfigur SpongeBob ist zur Zeit der Megastar bei Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren. Nun soll der gelbe Meeresschwamm auch dem Münchner Internet-Unternehmen iHaiku Medien GmbH beim erfolgreichen Umsetzen der Geschäftsidee helfen: Ein Internet-Angebot, ausschließlich für Kinder gemacht, mit einem vielfältigen Angebot an MP3-Dateien, einer speziellen Software zum Verwalten der eigenen Hörspieldateien mit einem integrierten Kinderklub und einem Kids MP3-Player mit bereits vorinstallierten SpongeBob-Inhalten.

Geld wollen die beiden Gründer Steffen Aumüller (42) und Frank Lemm (38) vor allem durch die Gewinnung von Abonnenten und kostenpflichtige Downloads verdienen – bis zu 100.000 neue Kunden pro Jahr. Dass das Team um den Chief Marketing Officer (CMO) Aumüller und dem Chief Executive Officer (CEO) Lemm gute Chancen hat, die Businessidee wie geplant umzusetzen, davon war jetzt die Jury des exklusiven Businessplan-Wettbewerbs VentureLounge in Düsseldorf überzeugt: Unter elf Finalisten setzte sich iHaiku heute durch und gewann souverän den VentureLounge-Award „Software, Mobile Business & TK 2006“. „Es ist weniger die Innovativität des Geschäftsmodells als viel mehr die Qualität des Managements und die Attraktivität des Marktes, die mich an iHaiku begeistert haben“, fasst Jan Andresen, Juror, erfolgreicher Serial Entrepreneur und Business Angel, das Urteil der Jury zusammen.

Steffen Aumüller und Frank Lemm sind alte Hasen, wenn es um Kinder geht: Beide arbeiten bereits seit vielen Jahren im Kids-Entertainment-Bereich für Firmen wie Walt Disney, McDonald’s oder EM.TV. Zu ihren bisherigen Projekten gehören unter anderem Junior-Web von EM.TV, der Circus Krone Kinderklub und der FC Märklin Fanklub.

In iHaiku bringen sie neben ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auch ihr umfassendes Netzwerk an Kontakten zu Vertriebspartnern, Content-Lieferanten und Marketing-Partnern wie z.B. Nickelodeon, von denen die Lizenzrechte für SpongeBob stammen, ein. „Wir haben es hier mit einem sehr spannenden Markt zu tun“, verrät iHaiku-Gründer Aumüller. Zum einen gäbe es einen großen Bedarf an Entertainment-Inhalten wie Musik und Hörspiele für die Zielgruppe, zum anderen sei das Produktangebot aber sehr fragmentiert. „Wir führen Angebot und Nachfrage zusammen und bauen über das Abo-Modell eine wertvolle und kaufkräftige Zielgruppe auf, in der beispielsweise nahezu streuverlustfrei geworben werden kann“, so Aumüller weiter. Bisher haben Aumüller und Lemm knapp 0,4 Millionen Euro aus eigener Tasche investiert.

Jetzt suchen sie die gleiche Summe noch einmal als Startkapital. „Damit wollen wir die Software zu Ende entwickeln, den MP3-Player auf den Markt bringen und zeigen, dass es funktioniert“, erklärt Aumüller. Werden die gesteckten Meilensteine erreicht, sollen noch in 2007 England und Frankreich als Märkte folgen: „Bereits 2008 planen wir einen Jahresumsatz jenseits der Zehn-Millionen-Euro-Grenze.“

Businessplan-Wettbewerbe wie die VentureLounge kosten die teilnehmenden Unternehmer Zeit und Geld. Stellt sich also die Frage, welchen Nutzen ein Gründer von der Teilnahme hat. Dr. Gottfried Neuhaus, Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Venture Capital-Gesellschaft Neuhaus Partners und Mitinitiator der VentureLounge-Veranstaltungsreihe, hat dazu eine klare Meinung: „Wir scannen regelmäßig die Meldungen über Businessplan-Wettbewerbe. Unternehmen, die es dabei aufs Siegertreppchen schaffen, sind für uns heiße Kandidaten, mit denen wir umgehend Kontakt aufnehmen.“

Michael Moritz, Geschäftsführer des Corporate-Finance-Beraters CatCap und VentureLounge-Mitveranstalter, unterstützt diese These: „Die Stärke der VentureLounge liegt in der erfolgreichen Vermittlung von Unternehmen mit hervorragenden Geschäftsideen an Kapitalgeber.“ Neuhaus Partners hat bereits zwei VentureLounge-Teilnehmer finanziert: 2004 die Exit Games GmbH, Hamburg, und  2005 die newtention extended networks GmbH, Norderstedt.

© 2012 förderland
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