Prinzip Hoffnung - Wie Gründer sich durch die Krise zwingen
In einer überaus aufschlussreichen Umfrage sondierte die Wirtschaftswoche die derzeitige Lage von 600 deutschen Start-ups. Die Resultate sind ernüchternd: Investitionseinbrüche und Sparmaßnahmen stehen auf der Tagesordnung - trotz guter Perspektiven.
Es sagt ein schlauer Spruch, dass nur unter Druck aus Kohle Diamanten entstünden. Wenn man diese Metapher auf die derzeitige Situation vieler Deutscher Start-ups überträgt, dann müsste Deutschland mit einer ganzen Reihe hochkarätiger Unternehmen aus der Krise stolzieren. Denn laut der aktuellen Umfrage der Wirtschaftswoche sehen sich viele Start-ups gleich von drei Seiten unter Druck gesetzt: Kunden springen aus Geldmangel ab, Investoren sind zurückhaltend wie nie und werbefinanzierten Web-Start-ups brechen Buchungen von Werbeflächen weg.
Die Probleme
Wenn wir das Bild des Diamanten weiter strapazieren, so ist festzustellen: Die Steine sind zwar hart und wertvoll, aber dafür vergleichsweise zerbrechlich. So sehen dann auch 16 Prozent der befragten Start-ups ihre wirtschaftliche Existenz von der Krise bedroht. Das ist kein Wunder, da 19 Prozent der Unternehmen angeben, mit einem Wegfall von Finanzierungsrunden zu kämpfen zu haben.
Wie man die Probleme angepackt
Ganz selbstverständlich müssen die Gründer auf solche Bedrohungen reagieren: Gut 30 Prozent haben ihr Marketing eingeschränkt, 25 Prozent suchen noch intensiver nach Kapitalgebern und 20 Prozent mussten sogar Personaleinschränkungen vornehmen. Auch mit der Anordnung von Kurzarbeit wurde vereinzelt reagiert. Strategisch konzentrieren sich 85 Prozent der Befragten auf das Kerngeschäft und vernachlässigen Sekundär-Leistungen.
Kleines Senfkorn Hoffnung
Einer der interessantesten Punkte, den diese Studie aufgezeigt hat, ist der unverwüstliche Optimismus, der zur Persönlichkeit eines jeden Gründers gehört: Eine überraschende Mehrheit von etwa 86 Prozent ist davon überzeugt, dass sie im zweiten Halbjahr gut oder sehr gut dastehen. Dass diese Zahlen weniger auf naivem Glauben, denn auf handfesten Fakten beruhen, offenbaren die steigenden Umsätze, die gut zwei Drittel der Jungunternehmen zu verzeichnen haben.
Weitere interessante Details zur Studie finden Sie auf der Seite der Wirtschaftswoche.
Beobachten
anzeige
-
Steuerberater suchen
Jetzt kostenlos und unverbindlich.
mehr...
-
Private Krankenversicherung
Sparen Sie 2.500 EUR pro Jahr bei besserer Leistung.
mehr...
-
Gründerberater suchen und finden
Sie sind Gründerberater? Jetzt eintragen und Vorteile sichern.
mehr...
RSS Feed abonnieren
- Nachrichten Gründer, Start-ups, Investoren Feed abonnieren
- Aktuelle Veranstaltungen Feed abonnieren
- Aktuelle Fachbeiträge Feed abonnieren







