Krisen-Umfrage - Prinzip Hoffnung - Wie Gründer sich durch die Krise zwingen
28.07.09 13:46
Krisen-Umfrage

Prinzip Hoffnung - Wie Gründer sich durch die Krise zwingen

In einer überaus aufschlussreichen Umfrage sondierte die Wirtschaftswoche die derzeitige Lage von 600 deutschen Start-ups. Die Resultate sind ernüchternd: Investitionseinbrüche und Sparmaßnahmen stehen auf der Tagesordnung - trotz guter Perspektiven.

Es sagt ein schlauer Spruch, dass nur unter Druck aus Kohle Diamanten entstünden. Wenn man diese Metapher auf die derzeitige Situation vieler Deutscher Start-ups überträgt, dann müsste Deutschland mit einer ganzen Reihe hochkarätiger Unternehmen aus der Krise stolzieren. Denn laut der aktuellen Umfrage der Wirtschaftswoche sehen sich viele Start-ups gleich von drei Seiten unter Druck gesetzt: Kunden springen aus Geldmangel ab, Investoren sind zurückhaltend wie nie und werbefinanzierten Web-Start-ups brechen Buchungen von Werbeflächen weg.

Die Probleme

Wenn wir das Bild des Diamanten weiter strapazieren, so ist festzustellen: Die Steine sind zwar hart und wertvoll, aber dafür vergleichsweise zerbrechlich. So sehen dann auch 16 Prozent der befragten Start-ups ihre wirtschaftliche Existenz von der Krise bedroht. Das ist kein Wunder, da 19 Prozent der Unternehmen angeben, mit einem Wegfall von Finanzierungsrunden zu kämpfen zu haben.

Wie man die Probleme angepackt

Ganz selbstverständlich müssen die Gründer auf solche Bedrohungen reagieren: Gut 30 Prozent haben ihr Marketing eingeschränkt, 25 Prozent suchen noch intensiver nach Kapitalgebern und 20 Prozent mussten sogar Personaleinschränkungen vornehmen. Auch mit der Anordnung von Kurzarbeit wurde vereinzelt reagiert. Strategisch konzentrieren sich 85 Prozent der Befragten auf das Kerngeschäft und vernachlässigen Sekundär-Leistungen.

Kleines Senfkorn Hoffnung

Einer der interessantesten Punkte, den diese Studie aufgezeigt hat, ist der unverwüstliche Optimismus, der zur Persönlichkeit eines jeden Gründers gehört: Eine überraschende Mehrheit von etwa 86 Prozent ist davon überzeugt, dass sie im zweiten Halbjahr gut oder sehr gut dastehen. Dass diese Zahlen weniger auf naivem Glauben, denn auf handfesten Fakten beruhen, offenbaren die steigenden Umsätze, die gut zwei Drittel der Jungunternehmen zu verzeichnen haben.

Weitere interessante Details zur Studie finden Sie auf der Seite der Wirtschaftswoche.

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