Trotz Krise - Münchener Businessplan Wettbewerb sehr gefragt
24.01.09 10:00
Trotz Krise

Münchener Businessplan Wettbewerb sehr gefragt

Wirtschaftliche Schwarzmalerei? Nicht bei Unternehmensgründern: 164 Teams mit 338 Teilnehmern reichten ihre Geschäftsidee beim Münchener Business Plan Wettbewerb (MBPW) 2009 ein. Das sind beim ersten Abgabetermin nur sechs Teams weniger als im letzten Jahr. Die Teilnehmer beweisen: Sie beobachten die Märkte genau – und wollen Erfolgspotentiale nutzen, die in der Wirtschaft immer noch vorhanden sind.

Business-to-Business (B2B) spielt eine wichtige Rolle: Viele Geschäftsmodelle rücken Geschäftskunden in den Mittelpunkt. So stellt der MBPW fest: "In den Branchen Elektronik und Maschinenbau vermarkten die meisten Teilnehmer ihre Entwicklungen für die Industrie, vor allem um Messverfahren zu optimieren und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten". Auch an erneuerbaren Energiequellen wird gearbeitet – ein Geschäftsmodell wird aus dieser Tüftelei, wenn die Gründer eine Marketing-Strategie entwickeln.

In der Branche Chemie/Biologie/Life Science wurden spezialisierte Dienstleistungen für Biotechnologie-Unternehmen und –Institute entwickelt. Neu sind dabei Beratungsleistungen, um die Vernetzung der Unternehmen innerhalb der Branche zu verbessern.

Ebenfalls interessant: der nicht-technische Bereich. Hier zeigt sich der Trend zu Marketingkonzepten und elektronischen Systemen für den Einzelhandel. Ziel ist es, Kunden individueller zu bedienen und zu binden. Einige Ideen kamen auch aus dem sozialen Bereich: Bei ihnen steht der gesellschaftliche Nutzen im Vordergrund. Die meisten Teilnehmer kommen in diesem Jahr aber wieder aus der Informations- und Kommunikationsbranche.
 
"In allen Branchen haben unsere Teilnehmer klar erkannt, dass vor allem Geschäftskunden eine lohnende Zielgruppe sind", sagt Werner Arndt, Geschäftsführer des MBPW, "in der Produktion wie auch in der Verwaltung von Unternehmen gibt es noch viele optimierungsbedürftige Prozesse." Die Entscheider seien gerade in der aktuellen Krisenzeit bereit, für Produkte zu zahlen, die langfristig Kosten sparen oder einen Wettbewerbsvorteil bringen.

Umstritten, aber beliebt: Geschäftsideen, die um Internet-Plattformen, mobile Dienste und Online-Services kreisen. Gibt es hier nicht schon ein Überangebot? Viele Gründer meinen "Nein" – und reichten Ideen ein, damit ihre Kunden aus der Fülle des Internets das beste Angebot herausfiltern können. Es geht um echten geldwerten Nutzen.

Was sind die nächsten Etappen im MBPW? Den Sieger wählen 63 Juroren, am 5. März 2009 werden die besten Teams in München prämiert. Dann können alle Teilnehmer sowie Quereinsteiger weiter an ihren Konzepten arbeiten. Die Development Stage (Stufe 2) geht bis zum 25. März 2009, die Excellence Stage (Stufe 3) bis zum 17. Juni 2009.

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