Development Stage: Die Masse macht’s
In der aktuellen Development Stage – Stufe 2 des dreistufigen Münchener Business Plan Wettbewerbs gibt es eine gute Nachricht für Gründer und eine schlechte. Zunächst mal: es gibt viel Konkurrenz für die Teilnehmer! Eingereicht haben 92 Teams (letztes Jahr: 86 Teams), viele davon hatten schon in der Ideas Stage mitgemacht aber es gibt auch einen großen Teil Neueinsteiger. Erkennbar sind zudem einige Trends bei den Themen und Märkten…was die Konkurrenz verschärft. Andererseits kann man natürlich annehmen, dass es gute Chancen und Start-Bedingungen in diesen Bereichen sein müssen, die so viele Gründer anziehen…
Die Branchen
Nochmal zugelegt hat die Branche Information und Kommunikation unter den Einreichungen, sowohl im Vergleich zur Ideas Stage – Stufe 1, als auch zur letztjährigen Development Stage. Information und Kommunikation macht aktuell mit 49 Prozent fast die Hälfte der aktuellen Einreichungen aus, ist allerdings mit den Einzel-Bereichen Software, Internet und verschiedene Medien auch relativ weit gefasst. Weniger Einreichungen als letztes Jahr und als in Stufe 1 kamen mit 23 Prozent aus den Nicht-Technischen Branchen. Maschinenbau macht, wie schon im letzten Jahr, von der Stufe 1 zur Stufe 2 einen kleinen Sprung auf diesmal 14 Prozent. Elektronik und Chemie/Biologie/Life Science blieben annähernd gleich mit 7 und 8 Prozent.
Die Ideen
Und worum geht’s bei den Einreichungen? Genaues kann natürlich nicht gesagt werden, aber so viel sei verraten: in allen Branchen sehen die Gründer wieder besonders gute Chancen für B2B Konzepte, sowohl mit Produkten als auch mit innovativen, technologiebasierten Dienstleistungen und Services. Auch Internet-Plattformen und mobile Anwendungen sollen mit den Geschäftskunden schnell den Durchbruch in die schwarzen Zahlen schaffen. Ein anderer Trend, der jetzt erst wieder aufkommt, sind dagegen technologiebasierte Produkte für den Massenmarkt und nicht-professionelle Anwender. Das sind zum Beispiel medizintechnische Erfindungen aus Chemie/Biologie/Life Science, Sportgeräte mit verschiedenartigen Zusatzfunktionen aus Maschinenbau oder Software-Anwendungen für den Freizeit- Markt. Außerdem, und das schon seit mehreren Jahren, zeigen unsere Teilnehmer dass es nicht nur heißen kann "Tue Gutes…und rede darüber!", sondern eben auch: "… und verdiene Geld damit!", ob es dabei um Spendensammeln und – verteilen geht, gesamtgesellschaftliche Probleme oder die Belange von bestimmten sozialen Gruppen.
Insgesamt sprudeln die Ideen und Konzepte also weiter und ich bin immer wieder positiv überrascht, wie Gründer auch auf scheinbar ausgetretenen Pfaden immer wieder innovative Ansätze für lohnende Geschäftsmodelle finden.
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