Crowdsourcing - Top oder Flop?
Die Möglichkeiten beim Crowdsourcing sind äußerst vielfältig. Im Wesentlichen gibt es jedoch drei Bereiche: Online-Enzyklopädien, Technologie und Forschung sowie Design. förderland stellt sie mit ihren Vorzügen und Schwächen vor.
Die deutschen Pendants zum Begriff Crowdsourcing lauten "Schwarmintelligenz" und "interaktive Wertschöpfung". Damit ist die Lösung eines Problems mithilfe der Intelligenz oder Kreativität einer großen Menge von Internetnutzern gemeint. Unternehmen geben Aufgaben, die früher intern oder von Agenturen erledigt wurden, an ein großes Netzwerk ab.
Bereich Online-Enzyklopädie
Das prominenteste Beispiel für Crowdsourcing ist wohl Wikipedia. Die Seiten dieser Online-Enzyklopädie werden von unzähligen Nutzern gefüllt - und das, ohne einen einzigen Cent dafür zu erhalten. Das Wissen Einzelner ergibt in der Summe ein riesiges Spektrum von Informationen. Je höher die aktive Beteiligung, desto korrekter und vollständiger die Inhalte – so die verbreitete Annahme. Aber eine Garantie gibt es dafür nicht. Mit einer neuen Qualitätskontrolle will Wikipedia nun sicherstellen, dass mutwillige Manipulation und Vandalismus ausgemerzt werden. Alle Einträge sollen in Zukunft von erfahrenen Autoren gesichtet und geprüft werden.
Bereich Technologie und Forschung
Auch im Sektor Technologie und Forschung verbreitet sich Crowdsourcing immer weiter: Bei einigen Konzepten wird zum Beispiel Expertenwissen für bestimmte Problemlösungen oder Entwicklungsprojekte gesammelt. Darunter können unter anderem Firmenanalysen, Daten- oder Software-Dienstleistungen fallen. Vor allem, wenn innovative Lösungen gefragt sind, man unternehmensintern jedoch nicht weiter kommt, können Spezialisten von außen oft entscheidende Impulse geben.
Bereich Design
Insbesondere wenn es um Kreativität geht, ist Crowdsourcing eine vielversprechende Möglichkeit. Ein Anbieter ist beispielsweise die Agentur VOdA, bei der Unternehmen Entwürfe für eine Vielzahl an Themen ausschreiben lassen können.
Zu den Paradebeispielen im Sektor Design zählt die Suche nach Firmenlogos. Allerdings zeigen einige Fälle, dass diese Vorgehensweise nicht immer von Erfolg gekrönt ist. So machten beispielsweise der Shopbetreiber-Blog, Spreeblick und Spreadshirt eine öffentliche Ausschreibung. Die ersten beiden übernahmen jedoch keinen der eingereichten Vorschläge, und Spreadshirt ließ den Gewinnerentwurf noch einmal überarbeiten.
Ein Grund für den wechselhaften Erfolg dieses Crowdsourcing-Sektors liegt darin, dass Designs nicht im Teamwork entstehen, sondern meist von einzelnen Personen stammen. So wird die Kreativität der Teilnehmer nicht etwa addiert, wie es zum Beispiel mit dem Wissen der Masse bei Wikipedia geschieht. Ein weiterer hinderlicher Faktor liegt im zeitlichen und organisatorischen Aufwand. Die Reaktion auf den Aufruf von Spreadshirt waren 2.800 Entwürfe, eine immens hohe Zahl. Außerdem kann die äußerst wichtige Kommunikation zwischen Unternehmen und Designer nur einseitig durch das Unternehmen stattfinden. Die Designer selbst haben keine Möglichkeit, sich mit dem Unternehmen während des Entstehungsprozesses des Designs auszutauschen.
Zwar können die Unternehmen solche Aktionen für positive Publicity nutzen. Doch ob diese und die vergleichsweise geringen Kosten den zeitlichen Aufwand entschädigen, hängt wohl vom Einzelfall und der Qualität der Ergebnisse ab. Die Unterschiede sind groß, da sowohl Laien als auch gelernte Grafikdesigner bei solchen Ausschreibungen mitmachen. Deshalb kann es durchaus noch Sinn machen, gleich eine professionelle Agentur zu beauftragen.
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Kommentare zu Crowdsourcing - Top oder Flop?
Schlecht recherchiert
Der Artikel entspricht dem Phänomen des Crowdsourcing nur ungenügt - die genannten drei Bereiche sind keinesfalls DIE Kernbereich von CS - hinzu kommt, dass die wikipedia beispielsweise keinerweise CS zuzurechnen ist, sondern dem eher dem Open-Source-Bereich. Laut eigener Definition zu Beginn des Artikels geben UNTERNEHMEN Aufgaben an... - die wikipedia hat reichlich wenig mit einem Unternehmen gemein...