Forbes-Liste 2006 Die reichsten Machthaber der Welt Von Königinnen, Königen und Diktatoren Machthaber Präsident

forbes-Liste 2006 - Von Königinnen, Königen und Diktatoren...

Isch habe gar kein Auto...

Was haben Fidel Castro, die Queen und Prinz Albert von Monaco gemeinsam? Alle drei können eine erhabene Stellungen und ein gewaltiges Vermögen ihr Eigen nennen –auch wenn Castro letzteres vehement bestreitet. Nichtsdestotrotz hat ihn das amerikanische Wirtschaftsmagazin forbes in seine aktuellen Top Ten der reichsten Machthaber rund um den Globus aufgenommen.
 


In diesem Jahr tauchen einige neue Gesichter in der Liste auf, teilweise auf Grund des Todes eines bekannten Machthabers wie beispielsweise im Fall des verstorbenen saudi-arabischen Königs Fahd. Die Top Ten 2006 der reichsten Königinnen, Könige und Diktatoren sind ein bunt gemischter Haufen: eine britische Königin, ein afrikanischer Diktator und einige Machthaber aus dem Mittleren Osten sind ganz vorne mit dabei.
 
Ihren Status haben sich die Gelisteten nicht als erfolgreiche Unternehmer erarbeitet. Ihr Vermögen - oftmals muss dieses mit weiteren Familienangehörigen geteilt werden - beruht größtenteils auf Ererbtem oder der einflussreichen Position, die die Personen in ihrem jeweiligen Land besetzen.
 
Wegen der Schwierigkeit, die tatsächlichen Besitzverhältnisse der Königinnen, Könige und Diktatoren zu ermitteln, tauchen sie nicht auf der Forbes-Liste 2006 der reichsten Menschen der Welt auf, die in diesem Jahr rekordverdächtige 793 Milliardäre umfasst. Die Klärung der tatsächlichen Besitzverhältnisse ist deshalb so schwierig, da oftmals die Grenzen zwischen dem, was jeder Einzelne persönlich sein Eigen nennen kann und dem, was eigentlich Staatseigentum ist, verwischen. Bestes Beispiel: Elisabeth II., Königin von England. Sowohl der Buckingham Palace als auch die Kronjuwelen flossen nicht in die forbes-Schätzung mit ein, da diese Besitztümer eigentlich der britischen Nation gehören und nur in die Obhut der Königin übergeben wurden. Diese Liste basiert als weniger auf wissenschaftlichen Daten, als vielmehr auf Schätzungen der forbes-Redaktion.

Hier die Plätze eins bis zehn

1. König Abdullah Bin Abdulaziz (82)
Saudi Arabien
21 Milliarden US-Dollar

Bestieg im August 2005 als sechster König den saudi-arabischen Thron. Die königliche Familie verdankt den Großteil ihres Vermögen dem Öl. Unter seinem Vorgänger König Fahd erfolgte keine Trennung zwischen königlichem Geldbeutel und der Staatskasse. Viele Saudis erhoffen sich, dass sich ihr neuer König als Reformator erweist und den Wohlstand des Landes gerechter verteilt.

2. Sultan Haji Hassanal Bolkiah (59)
Sultan von Brunei

Der 29. Sultan von Brunei ist Erbe einer ungebrochenen 600 Jahre alten muslimischen Dynastie.  Hassanal wurde 1967 Sultan, 17 Jahre später wurde Brunei – bis dato britische Kolonie - unabhängig. Das Land verfügt über beträchtliche Eröl-Vorkommen. Ihm wird ein verschwenderischer Lebensstil nachgesagt. So soll sein Palast angeblich 1.788 Räume haben, teilweise mit Diamanten und Gold verziert. 

3. Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan (58)
Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate
19 Milliarden US-Dollar

Übernahm das Amt im November 2004, nach dem Tod seines Vaters. Das Vermögen basiert zum größten Teil auf den Ölvorkommen des Landes. Scheich Khalifa ist Vorsitzender des „Abu Dhabi`s Supreme Petroleum Council“, das die Energiepolitik dieses Emirates überwacht.

4. Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum (56)
Machthaber in Dubai
14 Milliarden US-Dollar

Trat im Januar 2006 die Nachfolge seines verstorbenen Bruders an. Sein Vermögen verdankt er den staatlichen Anteilen an Banken, Aluminiumvorkommen und Immobiliengesellschafen.

5. Hans Adam II von und zu Liechtenstein (61)
Prinz von Liechtenstein
4 Milliarden US-Dollar

Seine Familiengeschichte reicht beinahe neun Jahrhunderte zurück. Seine Besitztümer schließen drei Schlösser aus dem 17. Jahrhundert, vier Häuser im Zentrum Wiens, eine unbezahlbare Kunstsammlung – mit Werken von Rembrandt und Rubens – Grundbesitz in Östererreich (20.000 Hektar), die private LGT Bank und das US-Unternehmen Rice Tec Inc. ein. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, arbeitete er als Trainee in einer Bank. 1989  übernahm er schließlich die Regentschaft.

6. Prince Albert II (48)
Prinz von Monaco
1 Milliarde US-Dollar

Sohn der legendären Hollywood-Schönheit Grace Kelly und Prinz Rainier III. Übernahm nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2005 offiziell den Thron. Der 48-jährige Junggesellen unterhielt bereits eine Vielzahl romantischer Beziehungen. Unter seinen Verflossenen befindet sich beispielsweise auch Claudia Schiffer. Albert setzt sich für den Kampf gegen die globale Erwärmung ein.  

7. Fidel Castro (79)
Präsident von Kuba
900 Millionen US-Dollar

Seit 1959 an der Macht. Die Basis seiner wirtschaftlichen Macht beruht auf einem dichten Geflecht unterschiedlichster Unternehmen, die sich in Staatsbesitz befinden. Castro selbst behauptet steif und fest, sein Vermögen belaufe sich auf "Null".  

8. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo (63)
Präsident von Äquatorialguinea
600 Millionen US-Dollar

Leitet sein 1979 die Geschicke des Landes, nachdem er seine Onkel gestürzt hat. 1995 wurden Ölreserven im Land entdeckt. Zudem ist er im Besitz verschiedenen Unternehmen im Land. 

9. Königin Elizabeth II (80)
Königin des Vereinigten Königreiches
500 Millionen US-Dollar

Übernahm im Alter von 25 Jahren das Zepter. Ihre Besitztümer schließen Ländereien in Schottland und England, Kunstgegenstände, Juwelen, Antiquitäten und eine wertvolle Briefmarkensammlung ihres Großvaters ein. In die Schätzung der forbes-Redakteure flossen weder die Kronjuwelen, noch der Buckingham Palast mit ein, da diese strenggenommen der englischen Nation gehören. Die nimmermüde Königin wird in naher Zukunft wohl einige Pflichten an ihren Sohn, Prinz Charles, delegieren.

10. Königin Beatrix Wilhelmina Armgard (68)
Königin der Niederlande
270 Millionen US-Dollar

Feierte gerade ihr 25. Thronjubiläum. Zusammen mit der königlichen Familie nennt sie umfassenden Grundbesitz und diverse Antiquitäten ihr Eigen. Zudem ist sie an unterschiedlichen Unternehmen – wie "ABN AMRO" oder "Royal Dutch Shell" – beteiligt.  

© förderland, forbes

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